Malaga verhängt dreijähriges Moratorium für neue touristische Unterkünfte

Malaga verhängt dreijähriges Moratorium für neue touristische Unterkünfte

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Von Thomas John - Redaktion Costa del Sol Nachrichten

9 August, 2026

Seit dem 25. Juli gilt in Malaga ein dreijähriges Moratorium für neue touristische Unterkunftsprojekte wie Hotels und Apartmentkomplexe. Die Stadtverwaltung hat diese Maßnahme ergriffen, um die Wohnungsnot in der Stadt zu lindern und den Wohnungsmarkt vor negativen Auswirkungen durch den massiven Ausbau touristischer Unterkünfte zu schützen. Bis zum Ablauf des Moratoriums dürfen keine neuen Genehmigungen für touristische Unterkünfte erteilt werden. Die Grundlage dafür ist eine Änderung der Bauvorschriften im Allgemeinen Stadtentwicklungsplan (PGOU), die eine zuvor unregulierte Nutzung von Wohnraum für touristische Zwecke stark einschränkt.

In den vergangenen Jahren ist die Zahl der touristischen Apartments in Malaga stark angestiegen, was zu einem erheblichen Anstieg der Miet- und Immobilienpreise geführt hat. Die Stadtverwaltung sieht darin eine unfaire Konkurrenz zwischen kurzzeitiger touristischer Vermietung und dem Bedarf an dauerhaftem Wohnraum für die Einwohner. Besonders in Stadtteilen wie La Victoria, Malagueta, Trinidad und dem historischen Zentrum hat sich die Konzentration touristischer Unterkünfte deutlich erhöht. Dort sind sowohl die Mietpreise stark gestiegen als auch die Verdrängung einkommensschwächerer Bewohner zu beobachten.

Das Moratorium soll den Wohnungsmarkt entlasten, die Verfügbarkeit von Mietwohnungen erhöhen und soziale Folgen wie Gentrifizierung und die Auflösung nachbarschaftlicher Strukturen verhindern. Dabei soll ein ausgewogenes Verhältnis zwischen dem wirtschaftlich wichtigen Tourismussektor und dem Bedarf an bezahlbarem Wohnraum für die Bevölkerung hergestellt werden. Die Stadtverwaltung erkennt die „Wohnungskrise“ als akute Notlage an und sieht in der Maßnahme einen Beitrag zum Schutz der Bewohner und zur Stabilisierung der städtischen Gemeinschaft.

Statistische Daten untermauern die Entscheidung: Zwischen 2022 und Februar 2023 stieg die Zahl der touristischen Apartmentbetriebe von 206 auf 333 – ein Plus von 61 Prozent. Die Anzahl der genehmigten Anträge für touristische Apartments hat sich seit 2021 von fünf auf prognostizierte 75 im Jahr 2024 erhöht. Diese Zahlen verdeutlichen die hohe Dynamik und den starken Druck auf den Wohnungsmarkt.

Die Stadtverwaltung erwartet, dass das Moratorium dazu beiträgt, die Mietpreise zu stabilisieren und mehr Wohnraum für Dauerbewohner verfügbar zu machen. Gleichzeitig soll es verhindern, dass Stadtteile zu reinen Tourismuszonen werden. Dennoch führte die Ankündigung des Moratoriums bereits vor Inkrafttreten zu einem Antragsanstieg bei der Bau- und Planungsgenehmigungsbehörde, da viele Investoren ihre Projekte noch schnell genehmigen lassen wollten.

Wie sich die Situation in den kommenden Jahren entwickelt, hängt wesentlich von den weiteren städtebaulichen Regelungen ab, die im Rahmen der Anpassung des PGOU erarbeitet werden. Für Bewohner und Immobilieninvestoren ist das Moratorium ein deutliches Signal, dass die Stadtverwaltung die Balance zwischen touristischer Nutzung und Wohnraumversorgung aktiv steuern will.

Quelle: surinenglish.com
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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