E-Scooter-Unfälle in Malaga steigen stark – Behandlungskosten explodieren

E-Scooter-Unfälle in Malaga steigen stark – Behandlungskosten explodieren

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Von Thomas John - Redaktion Costa del Sol Nachrichten

9 August, 2026

Die Zahl der E-Scooter-Unfälle in Malaga hat sich zwischen 2018 und 2023 von 2 auf 80 pro 100.000 Einwohner vervielfacht. Diese dramatische Zunahme hat auch die Kosten für medizinische Behandlungen stark ansteigen lassen: Von knapp 13.000 Euro jährlich im Jahr 2018 stiegen sie auf fast eine halbe Million Euro im Jahr 2023. Die Daten basieren auf Untersuchungen der Universität Malaga, die auf der Auswertung von über 400 Patientenakten beruhen.

Die häufigsten Verletzungen bei den Unfällen sind Prellungen, die 72 Prozent der Fälle ausmachen. Frakturen und offene Wunden folgen mit etwa 13 beziehungsweise 12,6 Prozent. Besonders häufig sind Brüche im Gesichtsbereich (34,5 Prozent) und am Handgelenk (13,5 Prozent). Ein wesentlicher Risikofaktor ist der fehlende Helmgebrauch: 87 Prozent der Verletzten trugen keinen Helm, was die Verletzungsschwere deutlich erhöht.

Vor allem ältere Fahrer sind stärker gefährdet, denn mit zunehmendem Alter nehmen auch die Verletzungsschwere und das Risiko zu. Die Untersuchungen legen nahe, dass E-Scooter für Personen über 60 Jahre nicht geeignet sind. Zusätzlich erhöhen Alkohol- und Drogenkonsum, besonders bei nächtlichen Fahrten, die Unfallgefahr deutlich.

Die Ursachen der Unfälle liegen überwiegend in Stürzen vom Scooter selbst, die rund 70 Prozent aller Unfälle ausmachen. Zusammenstöße mit Fahrzeugen machen etwa 15 Prozent der Fälle aus. Seit der Einführung neuer Verkehrsregeln haben sich die Unfallorte verschoben: Kollisionen mit Fußgängern auf Gehwegen sind zurückgegangen, während Zusammenstöße mit Autos auf der Straße zugenommen haben. Allerdings hat diese Verschiebung bisher nicht zu einer stärkeren Verletzungsschwere geführt, was auf die niedrigen Fahrgeschwindigkeiten zurückzuführen ist.

Diese Entwicklung stellt eine Herausforderung für die öffentliche Gesundheit und die städtische Infrastruktur in Malaga dar, das als touristisches und wirtschaftliches Zentrum an der Costa del Sol eine hohe Bedeutung hat. Die steigenden Behandlungskosten wirken sich zudem direkt auf das Gesundheitssystem aus. Für Einwohner, Urlauber und Auswanderer ist die Unfallentwicklung ein wichtiger Hinweis auf die Sicherheitsrisiken im Straßenverkehr.

Künftig könnte die gezielte Förderung der Helmnutzung und die Aufklärung über die Risiken bei älteren Fahrern sowie die Kontrolle von Alkohol- und Drogenkonsum dazu beitragen, die Unfallzahlen zu senken. Die Stadtverwaltung und Verkehrsexperten werden die Situation weiter beobachten, um gegebenenfalls weitere Maßnahmen zu ergreifen und die Sicherheit auf den Straßen von Malaga zu verbessern.

Quelle: euroweeklynews.com
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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