In Malaga hat der Nachweis des West-Nil-Virus in Mückenproben aus dem Stadtteil Campanillas zur Aktivierung eines Notfallüberwachungsprotokolls geführt. Die andalusische Regionalregierung hat für das betroffene Gebiet bis zum 3. September eine Gesundheitswarnung ausgesprochen, die eine verstärkte Kontrolle der Mückenpopulation vorsieht. Die Virusfunde stammen aus Fallen in der Nähe des Flusses Guadalhorce.
Obwohl bislang keine menschlichen Infektionen mit dem Virus in Malaga registriert wurden, gilt die Stadt als Hochrisikogebiet. Dies basiert auf vereinzelten Virusnachweisen aus dem Jahr 2025. Die Stadtverwaltung reagiert mit umfangreichen Bekämpfungsmaßnahmen wie obligatorischem Vernebeln, Ausbringen von Larviziden und Luftsprüheinsätzen in stehenden Gewässern, insbesondere in Campanillas und den umliegenden Feuchtgebieten. Technikerteams sind bereits im Einsatz, um Abflüsse und potenzielle Brutstätten zu behandeln.
Malaga unterhält ein ganzjähriges Programm zur Kontrolle von Krankheitsüberträgern mit 32 Überwachungsstellen, das zwischen Mai und September intensiviert wird. Im laufenden Jahr 2026 wurden bisher 74 gezielte Bekämpfungsmaßnahmen nach Meldungen aus der Bevölkerung durchgeführt. Die Gesundheitsbehörden appellieren an die Einwohner, einfache Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen, um Mückenbrutstätten zu vermeiden und das Risiko von Stichen zu reduzieren. Dazu gehört das regelmäßige Entfernen von stehendem Wasser in Blumentöpfen, Eimern oder Auffangbehältern sowie die Pflege von Pools und Zierteichen durch Chlorierung oder das Einsetzen von Fischen, die Mückenlarven fressen.
Weiterhin wird empfohlen, Fenster und Türen mit Moskitonetzen zu sichern und Lichtquellen auszuschalten, wenn Fenster geöffnet sind, da Licht Mücken anzieht. Persönlicher Schutz durch langärmelige Kleidung und Insektenschutzmittel wird vor allem in den späten Nachmittags- und Abendstunden angeraten. Einwohner können stehendes Wasser und Mückenvorkommen direkt über eine kostenlose Telefonnummer der städtischen Schädlingsbekämpfung melden.
Die derzeitige Überwachung und Bekämpfung des West-Nil-Virus ist ein wichtiger Schritt, um eine Ausbreitung des Virus und mögliche Erkrankungen bei Menschen zu verhindern. Die Maßnahmen werden bis mindestens Anfang September aufrechterhalten, wobei die Situation weiterhin genau beobachtet wird.
Quelle: surinenglish.com
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