Im Juni 2025 wurde im nordbelgischen Laarne ein 19-jähriger Belgier namens Shah C. festgenommen, der im Verdacht steht, im Dezember 2024 einen 25-jährigen niederländischen Mann in Fuengirola auf der Costa del Sol ermordet zu haben. Der Tatvorwurf basiert auf einer europaweiten Haftanordnung, nachdem der junge Mann nach seiner Freilassung im Mai 2025 untergetaucht war. Zum Tatzeitpunkt war der Beschuldigte erst 17 Jahre alt. Demnach soll der Niederländer am 7. Dezember 2024 bei der Arbeit in einem Cannabis-Club in Fuengirola mit einer halbautomatischen Waffe erschossen worden sein. Die Staatsanwaltschaft in Ostflandern (Belgien) berichtet, dass der mutmaßliche Täter vermutlich als Auftragsmörder für eine andere Person angeheuert wurde, die nicht das Opfer war. Bereits im Juni 2025 war Shah C. in Gent erstmals festgenommen und im August desselben Jahres nach Spanien überstellt worden. Dort wurde er in einer Jugendstrafanstalt untergebracht, jedoch im Mai 2025 nach Ablauf der maximal zulässigen neunmonatigen Haft ohne Anklageerhebung freigelassen. Nach seiner Freilassung gab es eine erneute europäische Haftanordnung der Niederlande, da der junge Mann nicht auffindbar war. Die zweite Festnahme erfolgte dann Ende Juni 2025. Anschließend wurde Shah C. in die Niederlande überstellt, wo er vor Gericht erscheinen wird. Das niederländische Jugendgericht hat mit dem Jugendgericht in Málaga vereinbart, den Fall zu übernehmen, da das Opfer niederländischer Staatsbürger war. Neben Shah C. stehen sechs weitere Personen in den Niederlanden vor Gericht, denen eine Beteiligung an der Organisation des Mordes vorgeworfen wird. Ein siebter Tatverdächtiger kam bei einer Schießerei mit der niederländischen Polizei während der Festnahmen ums Leben. Für Bewohner, Urlauber und Auswanderer an der Costa del Sol ist der Fall von Bedeutung, da er auf grenzüberschreitende Kriminalität und die enge Zusammenarbeit der Justiz in Europa hinweist. Die Ermittlungen sind damit noch nicht abgeschlossen, und die Gerichtsverfahren in den Niederlanden werden weitere Details zum Tathergang und den Hintergründen liefern.
Quelle: 20minutos.es
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