Die Stadtverwaltung von Malaga hat die Strände Campo de Golf-San Julián und El Palo nach vorübergehender Schließung wieder für das Baden freigegeben. Diese Entscheidung folgt auf aktuelle Wasseruntersuchungen, die eine allgemeine Abnahme der Konzentration von Escherichia coli (E. coli) an diesen Strandabschnitten zeigen. Dennoch bleibt die Belastung an einigen Stellen weiterhin über den gesetzlich zulässigen Höchstwerten, weshalb an den noch geschlossenen Stränden Guadalmar, Sacaba, Misericordia und San Andrés bis auf Weiteres Badeverbote gelten. Dort weht weiterhin die rote Flagge als Warnsignal für die Besucher.
Die Verunreinigung der Strände ist eine Folge der starken Regenfälle, die am frühen Samstag, dem 15. August, über Malaga niedergingen. Diese Starkregenereignisse führten zu Überlastungen des kombinierten Kanalisationssystems, das sowohl Abwasser als auch Regenwasser sammelt und entlang der Küste verläuft. Aufgrund der Überlastung kam es an verschiedenen Stellen zu Überschwemmungen und Verschmutzungen, die die Wasserqualität an den Stränden beeinträchtigten.
Die Emasa, das städtische Wasserunternehmen von Malaga, überwacht die Situation weiterhin intensiv und nimmt in den kommenden Tagen weitere Proben, um die Wasserqualität kontinuierlich zu überprüfen. Die Stadtverwaltung arbeitet parallel an langfristigen Maßnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur. Im Rahmen des Wasserinfrastrukturplans für den Zeitraum 2024 bis 2029 sollen die Regenwasser- und Abwassersysteme getrennt werden, um künftig das Risiko von Überschwemmungen und damit verbundenen Verunreinigungen zu verringern.
Diese Vorkommnisse betreffen nicht nur die Einwohner Malagas, sondern auch Urlauber und Auswanderer an der Costa del Sol, die in den Sommermonaten die Strände nutzen möchten. Die Wiedereröffnung der beiden Strände bietet zumindest vorübergehend Erleichterung, während an den anderen Strandabschnitten weiterhin Vorsicht geboten ist.
Die Stadtverwaltung hat bislang keine Entwarnung für die noch geschlossenen Strände gegeben, da die Grenzwerte für E. coli dort weiterhin überschritten werden. Badegäste sollten die Warnhinweise beachten und sich über den aktuellen Stand informieren, bevor sie die Strände aufsuchen. Die weitere Entwicklung hängt von den kommenden Wasserproben und der Umsetzung der Infrastrukturmaßnahmen ab.
Quelle: surinenglish.com
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