Nach dem verheerenden Brand in einem Wohnhaus in der Straße Ónix in Arroyo de la Miel am 30. Juli, bei dem eine Mutter und ihre zwei Kinder ums Leben kamen, hat eine Demonstration für mehr Feuerwehrpersonal in Benalmádena eine politische Auseinandersetzung zwischen den lokalen Vertretern von PP und PSOE ausgelöst. Die Kundgebung, die von Anwohnern initiiert wurde, forderte zusätzliche Einsatzkräfte und bessere Ausrüstung für den Feuerwehrdienst der Gemeinde. Während die Sozialisten betonen, dass die Proteste eine bürgerliche Initiative waren, werfen die Populären dem PSOE vor, die Tragödie politisch zu instrumentalisieren und die Demonstration gegen den amtierenden Bürgermeister Juan Antonio Lara zu nutzen.
Der PP fordert deshalb die sofortige Rücktritt von Víctor Navas, dem Generalsekretär der Sozialisten in Benalmádena, und wirft ihm vor, die Mobilisierung finanziert und organisiert zu haben, um die Regierung zu schwächen. José Ramón Carmona, Generalsekretär der PP in Málaga, kritisierte, dass ausgerechnet die PSOE-Verantwortlichen die Feuerwehrunterversorgung während ihrer Regierungszeit von 2015 bis 2023 nicht behoben hätten. Die Popularen sehen in der Demonstration weniger eine reine Forderung nach besseren Feuerwehrressourcen, sondern eine politische Aktion gegen die aktuelle Stadtverwaltung.
Demgegenüber verteidigt Víctor Navas die Demonstration als Ausdruck echter Besorgnis der Anwohner über die Sicherheitslage in Benalmádena. Er betont, dass die Veranstaltung offen für alle Bürger und Parteien gewesen sei und kritisiert, dass die PP nicht nur fernblieb, sondern auch versuchte, die Aktion zu diskreditieren. Die Sozialisten wollen damit den Fokus auf die Notwendigkeit legen, die personellen und materiellen Ressourcen der Feuerwehr zu verbessern, da die Gemeinde mit über 70.000 Einwohnern eine ausreichende Notfallversorgung benötige.
Der tragische Brand hatte nicht nur das Leben der Familie gefordert, sondern auch Feuerwehrleute verletzt, die bei den Löscharbeiten vor Ort waren. Neben Kräften aus Benalmádena waren Einsatzkräfte aus Mijas und Fuengirola sowie Polizei und Rettungsdienste beteiligt. Die Diskussion über die Feuerwehrkapazitäten gewinnt vor diesem Hintergrund an Dringlichkeit.
Der Konflikt zwischen PP und PSOE zeigt sich nur wenige Wochen nach dem Brand, der die Gemeinde erschüttert hat. Während die einen die politische Nutzung der Tragödie kritisieren, wollen die anderen die Demonstration als bürgerliches Anliegen verstanden wissen. Die Stadt Benalmádena hält weiterhin ihren kommunalen Feuerwehrdienst mit Sitz in Arroyo de la Miel aufrecht und arbeitet bei größeren Einsätzen mit Nachbarorten zusammen. Wie sich die Debatte und mögliche Verbesserungen konkret entwickeln, bleibt abzuwarten, zumal die Forderung nach mehr Personal und Ausstattung durch die Ereignisse an Nachdruck gewonnen hat.
Quelle: andaluciainformacion.es
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