Die Polizei hat in Torremolinos zwei Männer im Alter von 18 und 22 Jahren festgenommen, die im Verdacht stehen, eine Serie von acht Raubüberfällen im Stadtteil La Carihuela begangen zu haben. Bei einem der Überfälle wurde ein Opfer durch den Einsatz einer Pistole mit Elektroschockfunktion verletzt. Die Ermittlungen ergaben, dass die Täter gezielt ausländische Touristen angriffen, um ihnen Schmuck zu stehlen. Dabei arbeiteten sie in Gruppen von zwei bis drei Personen mit klar aufgeteilten Rollen: Während eine Person die Opfer ablenkte, nutzten die Komplizen Gewalt, um vor allem Goldschmuck zu entwenden. Die Raubüberfälle erstreckten sich von März bis in die jüngste Vergangenheit und führten zu erheblicher Beunruhigung in der touristisch stark frequentierten Gegend.
Die Ermittlungen wurden vom Grupo I de Delincuencia Urbana der Polizeiinspektion Torremolinos-Benalmádena durchgeführt. Durch Fotoerkennungen konnten mehrere Opfer die Tatverdächtigen identifizieren. Der 18-jährige Hauptbeschuldigte wurde in Torremolinos festgenommen, während sein 22 Jahre alter Komplize, der insbesondere für den Verkauf der erbeuteten Schmuckstücke zuständig gewesen sein soll, in Estepona gefasst wurde. Im Zuge der Untersuchungen konnten drei Goldketten sichergestellt werden, die über den Verkauf in spezialisierten An- und Verkaufsgeschäften zurückverfolgt wurden, was die Beweislage gegen die Verdächtigen stärkt.
Aufgrund der Schwere der Taten und der vorliegenden Beweise ordnete die Justiz die Untersuchungshaft für einen der Beschuldigten an. Die Entscheidung wurde unter anderem wegen der angewandten Gewalt und der gesellschaftlichen Auswirkungen in der Tourismusregion getroffen. Die Polizei setzt ihre Ermittlungen fort, um die gesamte kriminelle Struktur aufzuklären und weitere Übergriffe auf Bewohner und Besucher der Costa del Sol zu verhindern. Dabei wird besonderes Augenmerk auf die Zusammenarbeit der Täter und ihre Vorgehensweise gelegt.
Quelle: andaluciainformacion.es
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