Ferienwohnungen in Spanien: 341.001 Häuser als Touristenunterkünfte – Costa del Sol besonders betroffen

Ferienwohnungen in Spanien: 341.001 Häuser als Touristenunterkünfte – Costa del Sol besonders betroffen

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Von Thomas John - Redaktion Costa del Sol Nachrichten

25 August, 2026

In Spanien sind im Sommer 2026 insgesamt 341.001 Häuser als touristische Unterkünfte registriert, was einem Rückgang von 10,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Trotz dieser landesweiten Abnahme bleibt die Nutzung von Wohnraum für Ferienzwecke in beliebten Urlaubsregionen wie der Costa del Sol besonders hoch.

Andalucía führt mit 90.649 touristisch genutzten Immobilien die Liste der Regionen an, gefolgt von Cataluña mit 51.305 und der Valencianischen Gemeinschaft mit 51.268 Häusern. Die Kanarischen Inseln liegen mit 48.356 Ferienunterkünften auf dem vierten Platz. Betrachtet man jedoch die relative Bedeutung im Verhältnis zum gesamten Wohnungsbestand, stehen die Kanarischen Inseln mit einem Anteil von 4,44 Prozent an der Spitze, gefolgt von den Balearischen Inseln mit 3,27 Prozent und Andalucía mit 1,94 Prozent.

Besonders deutlich wird die Situation in den Provinzen an der südlichen und östlichen Küste Spaniens. Málaga weist mit 45.176 touristisch genutzten Häusern die höchste absolute Zahl aller Provinzen auf, dicht gefolgt von Alicante mit 32.148, Las Palmas mit 26.998 und Santa Cruz de Tenerife mit 21.358. In Málaga machen Ferienwohnungen 4,5 Prozent des gesamten Wohnungsbestands aus, in Alicante sind es 2,38 Prozent und in Cádiz 2,33 Prozent.

Auf Ebene der Gemeinden hat Madrid mit 10.836 Ferienunterkünften die höchste Zahl, gefolgt von Málaga mit 8.288 und Barcelona mit 8.231. Die Costa del Sol zeigt sich mit Marbella (6.987) und Mijas (4.465) ebenfalls stark vertreten. Auch kleinere Gemeinden weisen teils eine sehr hohe Konzentration an Ferienwohnungen auf: Valle de Bardají in Huesca kommt auf einen Anteil von 33,33 Prozent, La Oliva auf Fuerteventura auf 23,55 Prozent und Roncesvalles in Navarra auf 22,22 Prozent.

Diese Zahlen verdeutlichen, dass die Verteilung der Ferienunterkünfte regional sehr unterschiedlich ist und nationale Gesamtzahlen nur begrenzt Auskunft über die tatsächliche Lage vor Ort geben. Die Abnahme um 10,7 Prozent landesweit ist unter anderem auf strengere gesetzliche Vorgaben zurückzuführen, die eine Registrierung und Lizenzierung der Ferienwohnungen verlangen. Dadurch haben einige Anbieter ihre Immobilien aus dem touristischen Markt genommen, während andere in den touristisch stark abhängigen Regionen weiter aktiv bleiben.

Für Einwohner und potenzielle Zuzügler an der Costa del Sol und anderen beliebten Urlaubszielen bedeutet dies, dass der Wohnungsmarkt weiterhin stark von der Konkurrenz durch touristische Vermietungen geprägt ist. Wer eine dauerhafte Unterkunft sucht, muss in diesen Regionen mit einer besonderen Herausforderung rechnen, da die vorhandenen Ferienwohnungen einen erheblichen Teil des verfügbaren Wohnraums binden.

Die Zahlen machen deutlich, dass die Entwicklung des Ferienwohnungsmarkts in Spanien nicht einheitlich verläuft. Während die Gesamtzahl der Ferienunterkünfte sinkt, bleibt die Belastung in den besonders touristisch geprägten Regionen hoch. Dies hat direkte Auswirkungen auf die Wohnraumsituation und die Lebensqualität der dortigen Bewohner. Aktuelle gesetzliche Maßnahmen und ihre Umsetzung werden entscheidend sein, wie sich das Verhältnis zwischen dauerhaftem Wohnraum und Ferienunterkünften künftig gestaltet.

Quelle: euroweeklynews.com
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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