Die Bürgermeister der Costa del Sol zeigen sich verärgert über die geringe Transparenz des spanischen Verkehrsministeriums in Bezug auf die geplante Ausweitung des Cercanías-Bahnangebots zwischen Málaga und Fuengirola. Obwohl Renfe angekündigt hat, ab 2028 Züge mit größerer Kapazität einzusetzen, warten die Kommunalvertreter seit zwei Jahren vergeblich auf ein Gespräch mit dem Ministerium, um die anhaltende Überlastung der stark frequentierten Bahnlinie zu besprechen.
Margarita del Cid, Vorsitzende des Rates der PP-Bürgermeister von Málaga, kritisierte, dass andere Städte wie Madrid, Valencia und Barcelona in diesem Jahr bereits von verstärkten Zugverbindungen profitieren, während sich die Verbesserungen für Málaga bis mindestens 2028 verzögern. Zudem bemängelte sie, dass im Gegensatz zu Valencia keine gebrauchten Züge aus Madrid zur kurzfristigen Entlastung nach Málaga geschickt wurden, was die Situation zusätzlich verschärft.
Besonders problematisch ist die anstehende Sperrung der C-1-Linie, die zwischen Ende 2027 und Mitte 2028 für etwa sechs Monate unterbrochen werden soll, um die Kapazität zu erhöhen. Die betroffenen Kommunen wurden jedoch weder vorab informiert noch wurde ein Alternativplan für die täglich tausenden Pendler, Schüler und Touristen vorgestellt. Dies führt zu großer Unsicherheit in der Region, die stark von der Bahnverbindung abhängig ist.
Im Februar 2026 hatten die Bürgermeister von Málaga, Torremolinos, Benalmádena, Fuengirola und Pizarra deshalb ein Investitionsprogramm sowie eine Prüfung der Gleisinfrastruktur gefordert, nachdem es in der Vergangenheit zu Unfällen und Streckenschäden gekommen war. Die Forderungen blieben bisher ohne nennenswerte Reaktion seitens des Ministeriums, das unter Leitung von Óscar Puente nach anfänglichen Gesprächen im Sommer 2024 die Kontakte eingestellt hat.
Die Bürgermeister sehen sich mit den Folgen der Überlastung, Verspätungen und Ausfällen konfrontiert, obwohl ihre Kommunen die Verwaltungsebene sind, die dem Alltag der Bürger am nächsten steht und die Folgen unmittelbar spürt. Die fehlende Kommunikation und das Ausbleiben kurzfristiger Maßnahmen zur Entlastung der Cercanías-Linie zwischen Málaga und Fuengirola sorgen für Unmut und Unsicherheit bei Einwohnern, Pendlern und Urlaubern an der Costa del Sol.
Wie genau und wann die angekündigten Kapazitätserweiterungen umgesetzt werden, bleibt offen. Bislang gibt es keine verlässlichen Zeitpläne seitens Renfe, was die Planbarkeit für die Region erheblich erschwert. Die Bürgermeister fordern daher weiterhin klare Informationen und konkrete Maßnahmen, um die Mobilität im stark frequentierten Bahnnetz der Costa del Sol zu sichern.
Quelle: andaluciainformacion.es
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