In Málaga sorgt die rapide steigende Mietpreisentwicklung bei Zimmervermietungen für erheblichen Druck auf Studierende der Universität Málaga (UMA). Besonders kurz vor Beginn des neuen akademischen Jahres alarmiert der kommunale Sozialistengruppe die Stadtverwaltung und die andalusische Regionalregierung, dass eine einzelne Zimmermiete bereits über 500 Euro monatlich liegt – eine Hürde, die viele junge Menschen und ihre Familien kaum noch tragen können. Die sozialistische Fraktion fordert deshalb sofortige und mutige Maßnahmen, um diesen Trend zu stoppen.
Die Ursache für die überhöhten Mietpreise liegt vor allem darin, dass Wohnungen zunehmend in einzelne Zimmer aufgeteilt und separat vermietet werden. Dies führt dazu, dass die Gesamtsumme der Mieten die zulässige Obergrenze für eine komplette Wohnung deutlich übersteigt. Der sozialistische Sprecher Mariano Ruiz Araujo fordert daher eine spezielle Regulierung dieser Zimmervermietungen, um die Aufteilung nicht als Mittel zur Umgehung der Mietpreisgrenzen zu verhindern. Er verweist dabei auf bereits bestehende Modelle in anderen Regionen, wie Katalonien, wo in stark nachgefragten Wohngebieten die Summe aller Zimmermieten den Maximalmietpreis der gesamten Wohnung nicht überschreiten darf. Auch das Beispiel Navarra wird genannt, wo die maximale Miete je Zimmer nach dessen Größe begrenzt ist.
Die steigenden Mietkosten treffen vor allem Studierende aus der Provinz Málaga, von denen im Studienjahr 2025/2026 rund 5.600 neu eingeschriebene Bachelorstudierende und etwa 1.300 Masterstudierende aus umliegenden Gemeinden stammen. Viele dieser jungen Menschen müssen weite Wege mit dem Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln in Kauf nehmen, weshalb eine bezahlbare Unterkunft in der Stadt für sie keine Frage des Luxus, sondern der Studienmöglichkeit ist. Die stellvertretende sozialistische Sprecherin Carmen Martín kritisiert, dass Málaga sich kaum als echte Universitätsstadt bezeichnen kann, wenn Studierende wegen unbezahlbarer Mieten fernbleiben müssen.
Neben den hohen Mieten bemängeln die Sozialisten auch die mangelnde Unterstützung durch die Stadtverwaltung. Es fehle an langfristigen Strategien, um die Wohnraumsituation für Studierende zu verbessern, insbesondere im September zum Semesterstart. Zudem erschwerten überhöhte finanzielle Sicherheiten für Mietverträge vielen jungen Menschen den Zugang zu Wohnraum. Der Stadtrat Rubén Viruel weist zudem darauf hin, dass die Eröffnung weiterer privater Hochschulen die Nachfrage auf dem ohnehin angespannten Mietmarkt weiter anheizen wird. Neue Universitäten müssten daher auch Verantwortung übernehmen und Wohnraumkonzepte wie Studentenwohnheime oder Wohnanlagen mit integrierten Unterkünften vorlegen.
Der sozialistische Appell richtet sich deshalb sowohl an die andalusische Regierung als auch an die Stadtverwaltung Málaga, bestehende gesetzliche Instrumente konsequent zu nutzen und neue Regelungen einzuführen, die das Aufsplitten von Wohnungen in einzelne Zimmer mit überhöhten Mieten verhindern. Nur so könne der Wohnungsmarkt entlastet und der Standort Málaga als attraktive Universitätsstadt erhalten bleiben. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die Verantwortlichen auf die Forderungen reagieren und konkrete Schritte einleiten, um die angespannte Situation für Tausende Studierende nachhaltig zu verbessern.
Quelle: andaluciainformacion.es
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