In Andalucía sind bislang 62 menschliche Infektionen mit dem West-Nil-Virus im Jahr 2026 registriert worden. Die Gesundheitsbehörden meldeten am Donnerstag zwei weitere Fälle: einen in Almonte (Provinz Huelva) und erstmals einen in Pizarra (Provinz Málaga). Damit ist der Virus erstmals in der Provinz Málaga nachgewiesen worden. Von den insgesamt 62 bestätigten Fällen haben 38 Betroffene milde Symptome gezeigt, während bei 24 eine neuroinvasive Erkrankung auftrat, die schwerwiegendere neurologische Folgen haben kann. Seit Beginn der Aufzeichnungen wurden zwei Todesfälle verzeichnet. 27 Patienten mussten stationär behandelt werden, davon befinden sich aktuell noch zehn in Krankenhäusern.
Die meisten Infektionen konzentrieren sich auf die Provinz Sevilla mit 56 Fällen, gefolgt von Huelva mit fünf Fällen. Innerhalb Sevillas sind insbesondere Villamanrique de la Condesa mit elf Fällen und Dos Hermanas mit neun Fällen betroffen. Weitere betroffene Orte sind Coria del Río, La Puebla del Río, Almensilla und Aznalcázar, ebenso wie kleinere Gemeinden in Huelva und nun auch Pizarra in Málaga.
Aktuell sind 32 Gemeinden in Andalucía als Risikogebiete ausgewiesen. Neben Almonte und Pizarra wurden auch weitere Kommunen in den Provinzen Almería, Cádiz, Jaén, Málaga, Huelva und Sevilla als Gebiete mit erhöhter Viruszirkulation klassifiziert. Dies bedeutet, dass dort verstärkte Überwachungsmaßnahmen bei Mensch, Tier und Insekten durchgeführt werden. Außerdem werden Informationskampagnen zur Vorbeugung intensiviert, und Kommunen sind aufgefordert, die Bekämpfung der Stechmücken zu verstärken.
Die Gesundheitsbehörden raten insbesondere in den betroffenen Gebieten dazu, Mückenstiche zu vermeiden. Dazu gehören der Einsatz von zugelassenen Insektenschutzmitteln, das Tragen heller und möglichst langärmliger Kleidung sowie das Vermeiden von starken Düften, die Mücken anlocken können. Weitere Schutzmaßnahmen sind das Anbringen von Moskitonetzen, die Nutzung von Insektiziden im Haushalt und das Ausschalten von unnötigem Licht in den Abendstunden.
Ein weiterer wichtiger Hinweis betrifft die Vermeidung von stehendem Wasser, das als Brutstätte für Mückenlarven dient. Das schließt Pools, Wasserbecken, Gartenbereiche, Blumentöpfe, Spielzeug und andere Behälter ein. Die konsequente Beseitigung solcher Wasseransammlungen ist entscheidend, um die Mückenpopulation zu reduzieren und so das Infektionsrisiko zu senken.
Die Ausbreitung des West-Nil-Virus in der Region erfordert daher von Bewohnern und Besuchern erhöhte Aufmerksamkeit und die konsequente Umsetzung von Schutzmaßnahmen. Die Behörden werden die Lage weiterhin eng überwachen und bei Bedarf weitere Maßnahmen ergreifen, um die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen.
Quelle: 20minutos.es
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