Die Hafenanlage La Bajadilla in Marbella wird in den kommenden Jahren umfassend modernisiert und vergrößert. Die Junta de Andalucía und der Stadtrat von Marbella gaben am 2. September bekannt, dass das lang erwartete Projekt zur Erweiterung des Hafens nach jahrelangem Stillstand nun umgesetzt wird. Die Investition von über 200 Millionen Euro soll die derzeitigen 268 Liegeplätze auf etwa 750 erhöhen und neben kleineren Freizeitbooten auch große Yachten mit einer Länge von bis zu 70 Metern sowie Kreuzfahrtschiffe aufnehmen können.
Die neue Konzession, die von der Agencia Pública de Puertos de Andalucía (APPA) vergeben wurde, hat eine Laufzeit von 40 Jahren. Der neue Betreiber übernimmt die Hafenanlagen ab dem 1. Januar. Damit wird die nautische Infrastruktur Marbellas erheblich ausgebaut und die Stadt kann sich als bedeutender Standort für den maritimen Tourismus an der Costa del Sol positionieren.
Das Projekt sieht neben der Vergrößerung der Wasserfläche auch den Bau eines 1,13 Kilometer langen Hauptdamms sowie eines 450 Meter langen Gegendamms vor, um den Hafen besser vor Wellen und Stürmen zu schützen. Darüber hinaus wird ein Spundwandbau zur Umleitung des Arroyo Primero realisiert, um die angrenzenden Strände vor Erosion zu bewahren. Diese Maßnahmen sind Teil eines umfassenden Plans zur Integration und Umweltsanierung der Küstenzone.
Die Modernisierung umfasst nicht nur nautische Einrichtungen, sondern auch den Ausbau der Hafeninfrastruktur an Land. Geplant sind unter anderem eine neue Gewerbefläche, Bereiche für die Fischerei, ein Werftgelände sowie rund 1.000 neue Parkplätze. Diese Erweiterungen sollen sowohl den Bedürfnissen der Bootsbesitzer als auch der Besucher gerecht werden und das touristische Angebot deutlich verbessern.
Die Bürgermeisterin von Marbella, Ángeles Muñoz, hob hervor, dass die Erweiterung des Hafens La Bajadilla ein wichtiger Schritt sei, um die maritime Entwicklung der Stadt voranzutreiben. Sie betonte die lange Vorlaufzeit und die Überwindung administrativer sowie juristischer Hindernisse seit der ersten Ausschreibung vor 16 Jahren. Die Zusammenarbeit zwischen der Stadtverwaltung und der andalusischen Regierung habe maßgeblich zum Erfolg beigetragen.
Für Urlauber bedeutet das Projekt eine verbesserte Infrastruktur und mehr Möglichkeiten, die vielfältige Schifffahrt an der Costa del Sol zu erleben. Die Vergrößerung des Hafens wird auch die Kapazitäten für Charterunternehmen, Yachteigner und Kreuzfahrten erhöhen, was den maritimen Tourismus insgesamt stärkt. Für die lokale Wirtschaft eröffnen sich durch die Investition neue Chancen, insbesondere in den Bereichen Dienstleistungen, Handel und Beschäftigung rund um den Hafen.
Die Umsetzung beginnt mit der Übernahme der Anlagen durch den neuen Betreiber im Januar und wird in den kommenden Jahren schrittweise erfolgen. Die umfangreichen Bauarbeiten zählen zu den bedeutendsten Hafenbauprojekten in Marbella und sollen die Costa del Sol als führendes Ziel für nautischen Tourismus weiter etablieren.
Quelle: areacostadelsol.com
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