Am Dienstag kam es in Marbella zu einem Schusswechsel, bei dem eine Person verletzt wurde. Dieses Ereignis hat erneut die Diskussion um die Sicherheitslage an der Costa del Sol entfacht. Antonio Sevilla, Präsident der Provinz Málaga von VOX und Abgeordneter im andalusischen Parlament, macht den spanischen Innenminister Fernando Grande-Marlaska für den Anstieg derartiger Vorfälle verantwortlich. Nach Angaben Sevilas gab es in diesem Jahr bisher mindestens 16 Schusswechsel in Málaga.
Der Vorfall in Marbella wird von Sevilla als Beleg für die Notwendigkeit gesehen, die Spezialeinheit OCON-Sur zu reaktivieren. Diese Einheit ist auf die Bekämpfung von Drogenhandel und organisierter Kriminalität spezialisiert. Sevilla verweist darauf, dass nicht nur seine Partei, sondern auch Mitglieder der Sicherheitskräfte die Wiederaufnahme der Arbeit dieser Einheit fordern.
Die wiederholten Gewalttaten wirken sich laut Sevilla negativ auf die Sicherheitswahrnehmung und das Image der Costa del Sol als Tourismusregion aus. Er betont, dass Anwohner und Unternehmer besorgt sind und dass jeder neue Schusswechsel das Ansehen von Marbella als Reiseziel beeinträchtigt. Sevilla beschreibt die Situation so, dass für die Bewohner Marbellas die Stadt zunehmend vom organisierten Verbrechen geprägt wird.
Der VOX-Politiker kritisiert, dass der Innenminister die Region vernachlässige und dadurch „das malaganische Paradies in eine Hölle für Anwohner und Geschäftsleute“ verwandle. Er fordert eine Aufstockung der personellen und materiellen Ressourcen der Polizei und der Sicherheitskräfte, um wirksamer gegen kriminelle Organisationen vorgehen zu können.
Sevilla unterstreicht, dass die Sicherheitskräfte an vorderster Front gegen Drogenhandel und andere Straftaten kämpfen. Er sieht in der besseren Ausstattung der Polizei und der Wiederinbetriebnahme von OCON-Sur die notwendigen Schritte, um die organisierte Kriminalität in Málaga und an der Costa del Sol zu bekämpfen. Der aktuelle Stand der Ermittlungen zum Schusswechsel in Marbella wurde nicht näher erläutert. Die Behörden haben bislang keine weiteren Details veröffentlicht.
Quelle: areacostadelsol.com
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