In Málaga sorgt die Produktion einer neuen Serie von Disney, die auf der erfolgreichen Far Cry-Videospielreihe basiert, für spürbare wirtschaftliche Impulse und eine erhöhte Aufmerksamkeit der Region als Drehort. Das ehemalige Provinzgefängnis der Stadt, das seit 2009 leer steht und unter Denkmalschutz als Lugar de Memoria Histórica Andaluz steht, wird derzeit als Filmset genutzt. Rund 350 technische und künstlerische Mitarbeiter sind seit Anfang September vor Ort, um Action-Sequenzen mit kontrollierten Explosionen und umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen einzustudieren.
Die Dreharbeiten haben den Stadtteil rund um das Gefängnis an der Avenida José Ortega y Gasset erheblich beeinflusst: Die Calle Valderaduey ist komplett für den Verkehr gesperrt, die Calle Fernández Fermina wird zeitweise geschlossen, und Parkverbote gelten in angrenzenden Straßen. Diese Einschränkungen sind täglich von 7 Uhr morgens bis 23 Uhr abends geplant und sollen bis zum 25. September andauern, wobei die Produktionsreinigung bis zum 10. Oktober abgeschlossen sein wird.
Die kontrollierten Detonationen, die Teil der Probenphase sind, erzeugen nicht nur Lärm, sondern auch dichten Rauch. Um Anwohner frühzeitig zu warnen, erklingt vor jeder Explosion ein dreistufiges akustisches Signal, und die Bewohner wurden schriftlich über die genauen Termine informiert. Zudem wurden Drohnenflüge zur Unterstützung der Dreharbeiten genehmigt.
Die Wahl des ehemaligen Gefängnisses als Drehort ist Teil des kulturellen Projekts Distrito 6, das die Sanierung und Wiederbelebung des historischen Gebäudes zum Ziel hat. Das Areal wurde bereits für andere Fernsehproduktionen genutzt, darunter Black Mirror und die Netflix-Serie Warrior Nun. Die aktuelle Produktion stärkt den Ruf Málagas als attraktiven Standort für Film- und Fernsehproduktionen und bringt zusätzliche wirtschaftliche Aktivitäten in das Umfeld.
Die Serie, die für die US-Plattformen FX und Hulu entsteht und international auch über Disney+ ausgestrahlt wird, adaptiert das Far Cry-Spielprinzip in einem Anthologieformat mit wechselndem Cast und Schauplätzen. Neben bekannten Schauspielern wie Rob McElhenney, Steve Buscemi und Lizzy Caplan wird die Produktion voraussichtlich auch lokale Dienstleister und die Gastronomie in Málaga beleben.
Für die Anwohner bedeutet die Filmproduktion zwar Einschränkungen im Straßenverkehr und temporäre Lärmbelastungen, gleichzeitig profitieren sie von der erhöhten wirtschaftlichen Aktivität und der internationalen Aufmerksamkeit, die die Dreharbeiten mit sich bringen. Die Stadtverwaltung koordiniert die Produktion über die Málaga Film Office und sieht darin einen wichtigen Beitrag zur touristischen und kulturellen Entwicklung der Region.
Bis Ende September sind weitere Explosionen und Dreharbeiten geplant, die den Stadtteil noch einige Wochen in Anspruch nehmen werden. Danach beginnt die Phase der Gebäudereinigung und Nachbereitung, was die Präsenz der Filmcrew bis Anfang Oktober verlängert. Für Málaga bedeutet das eine anhaltende Phase mit erhöhter Dynamik in der Filmbranche und eine positive wirtschaftliche Wirkung für lokale Unternehmen und Beschäftigte.
Quelle: euroweeklynews.com
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