In einem Wohnhaus in der Calle Leoni Benabú in Málaga kam es am Mittwoch gegen 18 Uhr zu einem schweren Gewaltverbrechen. Ein 39-jähriger Mann versuchte, seine 35-jährige Partnerin zu erwürgen. Die Tat ereignete sich in Anwesenheit der gemeinsamen minderjährigen Tochter, die umgehend den Notruf 112 verständigte. Die alarmierten Rettungskräfte sowie die Polizei fanden die Frau in einem kritischen Zustand vor – sie war bereits in Herz-Kreislauf-Stillstand. Nach sofortigen Reanimationsmaßnahmen wurde sie in ein Krankenhaus der Stadt gebracht, wo sie derzeit behandelt wird. Über ihren genauen Gesundheitszustand liegen keine weiteren Informationen vor.
Unmittelbar nach dem Angriff beging der Täter Suizid durch Erhängen in der gemeinsamen Wohnung. Die Polizei bestätigte, dass es sich um einen Fall von Gewalt gegen Frauen handelt, wobei weder das Opfer noch der Täter im staatlichen Schutzprogramm Viogen registriert waren. Die Ermittlungen zu den genauen Umständen laufen, die Tochter des Paares spielte eine tragende Rolle, da sie die Behörden schnell alarmierte und somit womöglich Schlimmeres verhinderte.
Der Vorfall unterstreicht die anhaltende Problematik häuslicher Gewalt in der Region, die auch an der Costa del Sol nicht selten ist. Die Behörden erinnern daran, dass Betroffene und Zeugen von Gewalt jederzeit Hilfe erhalten können. Der landesweite Notruf 016 steht rund um die Uhr zur Verfügung und bietet Unterstützung in 53 verschiedenen Sprachen. Darüber hinaus kann Hilfe per E-Mail, WhatsApp oder über spezielle Anwendungen wie ALERTCOPS angefordert werden, die auch eine Standortübermittlung an die Polizei ermöglichen. Spezielle Anlaufstellen für Kinder und Jugendliche, wie die Stiftung ANAR, sind ebenfalls erreichbar.
Die schnelle Reaktion der Tochter und der Rettungskräfte zeigt, wie wichtig eine frühzeitige Alarmierung bei Gewaltsituationen ist. Die Polizei und soziale Dienste werden den Fall weiterhin begleiten, um die Hintergründe aufzuklären und gegebenenfalls weitere Schutzmaßnahmen für die Betroffene zu organisieren. Die Gemeinschaft in Málaga steht vor der Herausforderung, solche Fälle zu verhindern und Opfern von Gewalt noch besser beizustehen.
Quelle: 20minutos.es
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