Neue Kommission soll Badeverbote an Costa del Sol-Stränden verhindern

Neue Kommission soll Badeverbote an Costa del Sol-Stränden verhindern

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Von Thomas John - Redaktion Costa del Sol Nachrichten

20 September, 2026

Wegen wiederholter mikrobiologischer Verschmutzungen an Stränden der Costa del Sol hat die Junta de Andalucía eine ständige Kommission zur Überwachung und Kontrolle der Wasserqualität eingerichtet. Ziel ist es, künftig schnell und effektiv auf Verschmutzungsfälle reagieren zu können und temporäre Badeverbote zu vermeiden, die im vergangenen Sommer an mehreren Küstenabschnitten wie in Málaga und Marbella verhängt werden mussten.

Die Kommission besteht aus Vertretern der regionalen Verwaltung und der betroffenen Gemeinden Málaga, Benalmádena, Torremolinos, Marbella, Mijas und Fuengirola sowie Verantwortlichen der Wasserversorger Acosol und Emasa. Durch die enge Zusammenarbeit von Behörden mit Zuständigkeiten in den Bereichen Gesundheit, Abwasserentsorgung, Wasserbewirtschaftung und Strandmanagement sollen Maßnahmen besser koordiniert und beschleunigt werden.

Die erste Sitzung wurde von der Regierungsdelegierten der Junta in Málaga, Patricia Navarro, geleitet. Die Kommission plant regelmäßige Treffen alle zwei Monate, um aktuelle Daten auszutauschen, Ursachen von Verschmutzungen zu analysieren und kurzfristige wie langfristige Lösungen zu entwickeln. Dabei werden bestehende Protokolle zur Wasserqualitätskontrolle überprüft, um eine schnellere Umsetzung von Schutzmaßnahmen bei Wasserqualitätsproblemen zu gewährleisten.

Die mikrobiologischen Verunreinigungen, die im Sommer zu Einschränkungen beim Baden führten, wurden im Rahmen des offiziellen Badewasserkontrollprogramms zwischen Juni und September festgestellt. Dabei werden insbesondere Bakterien wie Escherichia coli untersucht. Insbesondere in der zweiten Julihälfte meldete die Gesundheitsbehörde erhöhte Werte an den Stränden von Pedregalejo, El Palo und mehreren Stränden in Marbella. Nachfolgende Kontrollen erlaubten es, die Badeverbote wieder aufzuheben.

Neben der verbesserten Überwachung stehen auch umfangreiche Investitionen in die Infrastruktur im Fokus. Aktuell sind 75 Projekte zur Verbesserung von Abwasserentsorgung und Wasseraufbereitung in der Provinz Málaga geplant oder in der Umsetzung. Sechs dieser Maßnahmen wurden bereits abgeschlossen, elf sind in Arbeit, und sechs weitere Projekte warten auf Ausschreibungen. Die Gesamtsumme der Investitionen beläuft sich auf mehrere Hundert Millionen Euro.

Ein besonders umfangreiches Vorhaben ist das Projekt „Saneamiento Integral de la Costa del Sol“, dessen Entwurf aktuell erarbeitet wird. Es betrifft mehrere Gemeinden entlang der Küste und sieht Investitionen von etwa 1,3 Milliarden Euro vor. Finanzierung und Umsetzung sollen zwischen der spanischen Zentralregierung, der Junta de Andalucía und der regionalen Gemeindeverwaltung koordiniert werden.

Die regionalen Behörden sind überzeugt, dass durch die Kombination aus verbesserter Koordination, intensiver Überwachung und nachhaltigen Investitionen die Wasserqualität an den Stränden dauerhaft gesichert und künftige Badeverbote vermieden werden können. Für Anwohner und Urlauber bedeutet dies eine höhere Sicherheit und bessere Bedingungen für die Badesaison an der Costa del Sol.

Quelle: andaluciainformacion.es
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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