Estepona hält Entschädigung von Vox-Vertreter wegen offener Schuld zurück

Estepona hält Entschädigung von Vox-Vertreter wegen offener Schuld zurück

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Von Thomas John - Redaktion Costa del Sol Nachrichten

23 September, 2026

In Estepona wurde die Auszahlung einer Entschädigung an Manuel Aguilar, den Sprecher der Partei Vox im Stadtrat, aufgrund einer ausstehenden Schuld von 251.405,98 Euro ausgesetzt. Der Gemeinderat hat hierfür einen offiziellen Beschluss gefasst, der die Einbehaltung der Entschädigung für die ersten acht Monate des Jahres in Höhe von insgesamt 2.473,50 Euro vorsieht. Aguilar selbst hat bestätigt, dass die Schuld besteht, kritisiert jedoch die fehlende offizielle Benachrichtigung über die Maßnahme. Er erfuhr demnach erstmals aus der Presse von der einbehaltenen Zahlung, was er als erhebliche Rechtsunsicherheit empfindet.

Aguilar fordert daher vom Rathaus die sofortige Offenlegung des vollständigen Akteninhalts zu seiner Schuld. Er verlangt Transparenz und kritisiert zugleich die Verwaltung für mangelnde Kommunikation und Verzögerungen bei der Bearbeitung von Bürgeranliegen. Die Einbehaltung der Entschädigung soll so lange bestehen bleiben, bis die Schuld geklärt ist.

Der Politiker wirft dem amtierenden Bürgermeister José María García Urbano vor, die Situation für politische Zwecke zu instrumentalisieren und eine Kampagne zu starten, die sein Ansehen vor den kommenden Kommunalwahlen schädigen soll. Außerdem verweist Aguilar auf weitere juristische Verfahren gegen den Bürgermeister, unter anderem einen laufenden Prozess wegen einer Personalangelegenheit, der vor einem Strafgericht steht. Aguilar, der früher selbst als erster stellvertretender Bürgermeister und Wirtschaftsbeauftragter tätig war, kritisiert die Führung der Stadtverwaltung scharf und bezeichnet sie als von persönlichen Interessen geprägt.

Die betroffene Summe von über 250.000 Euro betrifft eine langanhaltende Schuld gegenüber der Stadt Estepona, deren genaue Ursachen und Einzelheiten bislang nicht öffentlich bekannt sind. Die aktuelle Maßnahme des Gemeinderats zeigt, dass die Verwaltung bei ausstehenden Forderungen auf eine konsequente Einziehung setzt – auch wenn dies zu Spannungen mit Ratsmitgliedern führt.

Für die Einwohner von Estepona bedeutet dies, dass politische Auseinandersetzungen um finanzielle Verpflichtungen auch direkte Auswirkungen auf die Auszahlung von Leistungen an Ratsmitglieder haben können. Die Verwaltung hält an der Einbehaltung fest, bis die Schuld endgültig geklärt ist. Wie und wann eine vollständige Aufklärung und mögliche Rückzahlung erfolgen, bleibt offen. Die Forderung von Manuel Aguilar nach Einsicht in die Akten könnte dabei ein wichtiger Schritt sein, um die Situation zu klären und weitere politische Konflikte zu vermeiden.

Quelle: malagapress.com
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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