Der Stadtrat von Fuengirola hat mit den Stimmen der Parteien PP, PSOE und Vox sowie gegen die Stimmen von Hacemos Fuengirola den detaillierten Bebauungsplan für das Gebiet SUNC-13 im lokalen Flächennutzungsplan genehmigt. Dieses Gebiet, bekannt als Cerro del Agua in Los Pacos, umfasst eine Gesamtfläche von über 30.000 Quadratmetern. Im Rahmen eines städtebaulichen Vertrags verpflichtet sich die Firma AGP Real Estate 6, S.L., auf zwei Grundstücken mit einer Gesamtfläche von 7.783,01 Quadratmetern den Bau von insgesamt 111 Sozialwohnungen (Viviendas de Protección Oficial, VPO) zu fördern. Diese Wohnungen verteilen sich auf zwei Wohnblöcke, von denen einer 81 und der andere 30 Wohneinheiten umfasst.
Die Wohnungsbaubeauftragte Rocío Arriaga erklärte, dass die Stadtverwaltung im laufenden Mandat bereits 65 kommunale Unterstützungswohnungen in verschiedenen Stadtteilen errichtet und an Familien sowie junge Menschen übergeben habe. Zudem werde derzeit der Bau von mindestens weiteren 65 Wohnungen ausgeschrieben. Mit der heutigen Genehmigung des Bebauungsplans werde in Zusammenarbeit mit dem privaten Sektor weiteren 111 VPO für Fuengirolas Bürgerinnen und Bürger mit eingeschränktem Zugang zu bezahlbarem Wohnraum geschaffen. Die Bürgermeisterin Ana Mula betonte, dass der Zugang zu bezahlbarem Wohnraum für arbeitende Menschen mit Einkommen, die sich dennoch keine eigene Wohnung leisten können, ein unverzichtbares Ziel ihrer Politik sei.
Bezahlbarer Wohnraum ist in Fuengirola zunehmend knapp.
Die durchschnittlichen Angebotsmieten lagen im August 2026 bei 17,40 Euro pro Quadratmeter und damit 9,4 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Auch beim Immobilienkauf gehört Fuengirola mit durchschnittlich mehr als 4.400 Euro pro Quadratmeter zu den hochpreisigen Gemeinden der Provinz Málaga. Vor diesem Hintergrund sollen die geplanten VPO vor allem Haushalten eine Alternative bieten, für die Wohnungen auf dem freien Markt kaum noch erschwinglich sind.
Im bisherigen Mandat wurden bereits 65 kommunale Unterstützungswohnungen an besonders schutzbedürftige Einwohner übergeben: 26 Wohnungen in der Calle Comunera María Pacheco in Los Pacos, 15 weitere in der Calle Aliaria im selben Stadtteil sowie im Juli 24 Wohnungen in der Calle Begoña de Carvajal. Zusätzlich werden derzeit mindestens 65 weitere Wohnungen in zwei städtischen Grundstücken in der Calle Oropéndola in Torreblanca ausgeschrieben. Alle diese Wohnungen werden gemäß der Wohnungsbewerberverordnung an junge Menschen, Familien und alleinlebende Senioren zur temporären, bezahlbaren Miete vergeben. Die Vergaben werden regelmäßig überprüft, bis sich die Mieter finanziell und beruflich so stabilisiert haben, dass sie auf dem freien Wohnungsmarkt eine Alternative finden können.
Können auch deutsche Residenten eine VPO bekommen?
Eine spanische Staatsangehörigkeit ist nicht grundsätzlich Voraussetzung für den Zugang zu gefördertem Wohnraum. Entscheidend sind vielmehr die jeweiligen gesetzlichen und kommunalen Voraussetzungen. Dazu gehören unter anderem Einkommensgrenzen, die Nutzung als dauerhafter Hauptwohnsitz und in der Regel die Eintragung in das kommunale Register für Bewerber um geförderten Wohnraum. Für die späteren 111 Wohnungen wird allerdings entscheidend sein, welche konkrete VPO-Kategorie und welches Vergabeverfahren festgelegt werden.
Mit der Genehmigung des Bebauungsplans sind die Wohnungen noch nicht bezugsfertig und offenbar auch noch nicht zur Bewerbung ausgeschrieben. Bislang wurden weder ein Bezugstermin noch die konkreten Preise und Zugangsvoraussetzungen für die 111 Wohnungen veröffentlicht. Diese Angaben werden für Interessenten entscheidend sein, sobald das Projekt in die nächste Phase geht.
Quelle: fuengirola.es
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