Im Hospital Costa del Sol in Marbella wurde ein neuer Fall von Affenpocken bestätigt. Ein Patient ist dort derzeit stationär in Behandlung. Die Gesundheitsbehörde der Junta de Andalucía betont, dass alle vorgeschriebenen Maßnahmen gemäß den geltenden Protokollen umgesetzt werden und kein Risiko für die Allgemeinbevölkerung besteht. Allerdings sorgt die Situation des Patienten für Kritik: Der Patient wird aktuell in der Kardiologie-Abteilung untergebracht, da es an geeigneten Kapazitäten mangelt.
Der Pflegeverband SATSE hat diese Praxis scharf kritisiert und fordert, dass der Andalusische Gesundheitsdienst (SAS) die Infektionskrankheiten-Station des Hospitals Costa del Sol, die im März bei einer Erweiterung des Hauses eröffnet, aber bisher kaum genutzt wurde, endlich in Betrieb nimmt. Nach Ansicht des Verbands ist die Kardiologie-Abteilung nicht für die Versorgung von Patienten mit ansteckenden Krankheiten ausgestattet, wodurch sowohl das medizinische Personal als auch andere Patienten gefährdet sein könnten.
Die Junta de Andalucía hält dem entgegen, dass das Krankenhaus über die notwendigen Einrichtungen verfügt, um solche Fälle adäquat zu behandeln. Zudem sei laut geltendem Protokoll kein zwingender Grund gegeben, dass Personen mit Affenpocken ausschließlich in einer speziellen Infektionsstation untergebracht werden müssen. Die Gesundheitsbehörde versichert, dass alle erforderlichen Schutzmaßnahmen getroffen wurden und für die Bevölkerung keine Gefahr bestehe.
Es handelt sich bei dem aktuellen Fall um den zweiten dokumentierten Infektionsfall mit Affenpocken an der Costa del Sol. Der erste wurde im Mai 2022 festgestellt, und im Jahr 2023 wurden in der Provinz Málaga insgesamt 12 Infektionen registriert. Die Krankheit verläuft in der Regel mit milden Symptomen und wird vor allem durch engen und längeren Kontakt übertragen.
Für die Patientenversorgung bedeutet dies, dass trotz der vorhandenen Erweiterungen im Hospital Costa del Sol aktuell noch keine spezifische Infektionsstation genutzt wird, was die Versorgungssituation bei ansteckenden Erkrankungen belastet. Die Forderung nach der Aktivierung der Infektionsstation ist damit ein zentraler Punkt für die weitere Verbesserung der Behandlungsmöglichkeiten in der Region. Die Behörden haben bisher keine Angaben gemacht, wann oder ob diese Einrichtung in Betrieb genommen wird.
Für die Bevölkerung und Besucher der Costa del Sol bleibt die Situation nach Einschätzung der Gesundheitsbehörde ohne erhöhtes Risiko. Die Behandlung im Krankenhaus erfolgt unter Einhaltung der notwendigen Schutzmaßnahmen. Für betroffene Patienten und das medizinische Personal ist jedoch entscheidend, dass künftig geeignete Einrichtungen genutzt werden, um eine sichere und spezialisierte Versorgung zu gewährleisten.
Quelle: areacostadelsol.com
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