In Fuengirola bleibt die Lage angespannt, da ein obdachloser Mann trotz mehrfacher Verwarnungen weiterhin die Straßen unsicher macht. Der Mann läuft nackt oder nur mit einer Decke bedeckt durch die Stadt, nutzt öffentliche Bänke und Straßen als Toilette und richtet obszöne Bemerkungen an Frauen und Mädchen. Anwohner und Geschäftsleute im Stadtzentrum berichten, dass die Situation besonders für Frauen belastend sei und Kunden sich von den Geschäften fernhalten, solange der Mann in der Nähe sei.
Eine Szene, bei der ein Mann dem Obdachlosen einen Eimer Wasser übergoss, wurde viral und führte zu Ermittlungen wegen möglicher Hasskriminalität, genauer Aporophobie, durch Malagas Equipo de Atención a la Mujer. Zudem wird geprüft, ob das Veröffentlichen von Fotos des nackten Mannes gegen Datenschutzvorschriften verstößt.
Die örtlichen Behörden erklären, dass der Mann trotz mehrfacher Bußgelder von der Policía Local keine Hilfe der sozialen Dienste annehme, obwohl Unterbringungsmöglichkeiten bestehen. Die Polizei verweist auf gesetzliche Einschränkungen im Umgang mit Personen, die sich freiwillig in öffentlichen Bereichen aufhalten. Das Rathaus hat die Angelegenheit an die Staatsanwaltschaft und das lokale Gericht weitergeleitet und appelliert an die Bevölkerung, keine eigenmächtigen Maßnahmen zu ergreifen.
Parallel dazu berichten Anwohner nahe des Parque España von nächtlichen Ruhestörungen durch Gruppen junger Männer, die dort Fußball spielen, laut schreien und gelegentlich in Streitigkeiten verwickelt sind. Obwohl keine schwerwiegenden Straftaten bekannt sind, fühlen sich die Bewohner durch den Lärm und die Unruhe erheblich gestört. Mehrfach wurde die Polizei auch zu später Stunde gerufen, doch trotz der Nähe der Polizeistationen sei oft keine Reaktion erfolgt.
Das Rathaus hatte nach früheren Berichten eine verstärkte Fußstreife angekündigt und setzt auf ein „Policía de Cercanía“-Konzept mit zusätzlichen ausgebildeten Kräften. Dennoch berichten viele Anwohner weiterhin von einem Mangel an sichtbarer Polizeipräsenz und einer unzureichenden Reaktion auf die alltäglichen Probleme, die sowohl Familien als auch Geschäftsleute beeinträchtigen.
Die wiederholten Beschwerden über illegale Campingplätze von Wohnmobilen in öffentlichen Bereichen zeigen ein weiteres Beispiel für die langsame Reaktion der Behörden auf Qualitätsprobleme in Fuengirola. Die aktuelle Situation mit dem obdachlosen Mann und den nächtlichen Störungen im Parque España verdeutlicht, dass viele Einwohner und Besucher die Sicherheitslage als unbefriedigend empfinden. Die Behörden stehen vor der Herausforderung, rechtliche Rahmenbedingungen und soziale Hilfe besser zu koordinieren, um die Lebensqualität in der Stadt zu verbessern.
Quelle: euroweeklynews.com
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