Im Málaga TechPark sollen im ersten Quartal 2027 die Bauarbeiten für ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum für Halbleiter beginnen. Das belgische Institut Imec errichtet dort eine hochmoderne Anlage, die als erste in Spanien eine 300-Millimeter-Halbleiterfertigung mit einer 2.000 Quadratmeter großen Reinraumfläche für die Chip-Prototypenentwicklung beherbergen wird. Das Projekt wird vom spanischen Staat mit 500 Millionen Euro gefördert, die andalusische Regionalregierung steuert über 130 Millionen Euro bei, und die Stadt Málaga stellt die benötigten Grundstücke bereit sowie unterstützt die zügige Bau- und Genehmigungsplanung.
Die technische Koordination übernimmt die staatliche Firma INECO. Insgesamt sind Investitionen von 267 Millionen Euro allein für die Ausstattung mit rund 60 hochentwickelten Maschinen zur Chipverarbeitung vorgesehen, wovon 150 Millionen Euro aus Mitteln der Sociedad Española para la Transformación Tecnológica (SETT) stammen. Die neue Einrichtung soll die Entwicklung von Halbleiteranwendungen in Bereichen wie Telekommunikation, Medizin, Mobilität, Photonik und Quantencomputing voranbringen.
Mit dem Forschungszentrum sind umfangreiche Beschäftigungseffekte verbunden: In Málaga selbst werden etwa 200 hochwertige Arbeitsplätze direkt entstehen, dazu kommen 500 weitere indirekte Stellen in der Provinz. Auf nationaler Ebene wird die Schaffung von insgesamt rund 1.700 Arbeitsplätzen in Verbindung mit dem Zentrum erwartet. Das Vorhaben ist Teil des spanischen PERTE Chip-Programms und wird durch europäische Mittel aus dem Next Generation EU-Fonds im Rahmen des Plans zur Wiederherstellung, Transformation und Resilienz unterstützt.
Das Zentrum wird zudem eng mit Universitäten, Forschungsinstituten, Unternehmen, kleinen und mittleren Betrieben sowie Start-ups zusammenarbeiten, um Synergien zu fördern und die Digitalisierung sowie technologische Innovation in der Region zu stärken. Die offizielle Präsentation des Projekts erfolgte im Rahmen der Veranstaltung „Digitale Souveränität: Jetzt Halbleiter“ in Madrid, bei der neben dem spanischen Digitalisierungsminister Óscar López auch der CEO von Imec, Patrick Vandenameele, und der Generaldirektor der SETT, Javier Ponce, auftraten.
Für die Bevölkerung und Wirtschaft in Málaga bedeutet das Forschungszentrum eine bedeutende Chance, neue zukunftsträchtige Arbeitsplätze zu schaffen und den Standort technologisch aufzuwerten. Die enge Kooperation zwischen den verschiedenen Verwaltungsebenen und die Bereitstellung von Flächen sowie Fördermitteln unterstreichen die hohe Priorität des Projekts. Bis zum Baubeginn im Jahr 2027 steht nun die weitere Planung und Vorbereitung der Infrastruktur im Fokus.
Quelle: malagapress.com
Zum Original