Die Immobilienpreise an der Costa del Sol haben einen neuen Höhepunkt erreicht, insbesondere in Marbella, wo in einigen Stadtteilen die Quadratmeterpreise über 8.000 Euro liegen. Die Analyse der Cátedra Real Estate Alfil der San Telmo Business School zeigt, dass Málaga mit einem Durchschnittspreis von 4.272 Euro pro Quadratmeter die teuerste Provinz Andalusiens ist. Marbella selbst weist einen Mittelwert von 5.950 Euro auf, während exklusivere Bereiche wie Nueva Andalucía bei 6.249 Euro und Nagüeles-Milla de Oro sogar 8.269 Euro erreichen. Besonders hoch sind die Preise in der Milla de Oro, etwa in Puente Romano, wo der Quadratmeterpreis mit über 30.000 Euro Spitzenwerte verzeichnet.
Diese hohen Preise an der Küste stehen in starkem Kontrast zum Immobilienmarkt im Landesinneren von Andalusien. So liegt der Quadratmeterpreis in Fuente Obejuna (Provinz Córdoba) bei lediglich 369 Euro, dem niedrigsten Wert in Spanien im zweiten Quartal 2026. Die große Differenz zeigt, dass Andalusien nicht als einheitlicher Immobilienmarkt betrachtet werden kann. Die Region umfasst sehr unterschiedliche Marktsegmente – von international geprägten Luxusimmobilien an der Küste bis zu vorwiegend auf Erstwohnsitze ausgerichteten Immobilien im Binnenland.
Andalusien insgesamt hat mit 2.925 Euro pro Quadratmeter einen historischen Höchststand erreicht. Während Málaga weiterhin die höchsten Preise aufweist, haben andere Provinzen im letzten Jahr stärkere Preissteigerungen verzeichnet. Almería führt mit einem Anstieg von 17 Prozent, gefolgt von Granada mit 14,4 Prozent, Cádiz mit 11,1 Prozent und Córdoba mit 9,9 Prozent. Málaga verzeichnet ein moderateres Wachstum von 7,6 Prozent, bleibt aber der angespannteste Markt in der Region. Auch die Stadt Málaga selbst erreichte im Juli 2026 mit 3.937 Euro pro Quadratmeter einen historischen Höchstwert, was einem Anstieg von 6,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Die große Bandbreite der Immobilienpreise hängt laut der Cátedra Real Estate Alfil unter anderem von Faktoren wie Lage, Verkehrsanbindung, wirtschaftlicher Aktivität, Nachfrageprofil und internationaler Ausrichtung ab. Diese Unterschiede prägen die Wohnungsmarktentwicklung in Andalusien und sind entscheidend für die weitere Planung und Entwicklung des Immobilienmarktes in der Region.
Für Bewohner und potenzielle Käufer bedeutet dies, dass die Investitionsmöglichkeiten und die Erschwinglichkeit stark vom Standort abhängen. Während an der Costa del Sol und insbesondere in Marbella die Preise hoch und für viele kaum erschwinglich sind, bieten Gemeinden im Inland noch deutlich günstigere Optionen. Die Entwicklung der Preise in den kommenden Monaten wird zeigen, wie sich die Nachfrage und das Angebot in den verschiedenen Segmenten Andalusiens weiterentwickeln.
Quelle: areacostadelsol.com
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