Málaga plant höhere Gebäude für mehr bezahlbaren Wohnraum

Málaga plant höhere Gebäude für mehr bezahlbaren Wohnraum

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Von Thomas John - Redaktion Costa del Sol Nachrichten

13 September, 2026

Die Stadt Málaga reagiert auf den steigenden Bedarf an bezahlbarem Wohnraum mit einer Anpassung ihres neuen allgemeinen Stadtentwicklungsplans (PGOM). Dieser sieht vor, die bisher geltenden Vorschriften für Bauhöhen und Bebauungsdichte in städtischen Gebieten zu lockern. Damit sollen neue Möglichkeiten für Bauträger entstehen, mehr Wohnungen auf begrenztem städtischem Boden zu errichten. Diese Maßnahme ist Teil einer umfassenderen Strategie, die Wohnungsnot in der Hauptstadt der Costa del Sol zu bekämpfen.

José María Morente, Leiter des städtischen Bauamts, erläuterte auf einem Fachforum, dass die aktuellen rechtlichen Rahmenbedingungen keine Hindernisse mehr darstellen, um die Ausnutzung des städtischen Raums zu optimieren. Ziel ist es, die Wohnungsproduktion durch vertikales Bauen zu erhöhen, ohne das Gleichgewicht von Bebauung und Infrastruktur zu gefährden. Morente betonte zudem, dass herkömmliche Stadtplanung heute nicht mehr tragfähig sei und die neue andalusische Gesetzgebung eine maßgeschneiderte Anpassung der Pläne ermögliche. Das Ziel ist, städtische Flächen nicht brachliegen zu lassen, angesichts des großen Bedarfs an bezahlbaren Wohnungen sowie an Flächen für logistische und technologische Nutzung.

Die Dringlichkeit des Problems wird durch Zahlen untermauert: Laut Juan Manuel Rosillo, Vorsitzender der Vereinigung der Bauunternehmen und Bauträger von Málaga, fehlen in der Region rund 40.000 Wohnungen. Die Immobilienpreise steigen seit zwölf Jahren zweistellig, während jährlich etwa 12.000 Wohnungen verkauft werden, aber nur zwischen 8.000 und 9.000 neue Haushalte entstehen. Die überwiegende Mehrheit der Bauträger arbeitet nur mit bereits erschlossenem Bauland, da die Entwicklung von unerschlossenem Land mit langen Genehmigungsverfahren, fehlender Finanzierung und rechtlicher Unsicherheit verbunden ist.

Auch der Bürgermeister von Málaga, Francisco de la Torre, unterstützt die Erhöhung der Bebauungsdichte. Er verweist auf Beispiele wie die Türme von Martiricos und plädiert für eine kompakte Stadtentwicklung, die neue zentrale Stadtbereiche schafft. Dieses Konzept soll der Ausbreitung der Stadt entgegenwirken und gleichzeitig dringend benötigten Wohnraum schaffen.

Begleitend zum neuen Stadtentwicklungsplan läuft ein kontinuierlicher öffentlicher Beteiligungsprozess. Über ein Online-Formular können Bürger Vorschläge zu Verkehr, Infrastruktur und den Bedürfnissen der Stadtviertel einreichen. Zudem hat die Stadtverwaltung eine technische Studie in Auftrag gegeben, um das gesamte landwirtschaftliche und naturnahe Gebiet der Gemeinde zu bewerten. Dabei soll wissenschaftlich fundiert entschieden werden, welche Flächen für landwirtschaftliche, tierische, forstwirtschaftliche oder touristische Nutzung geeignet sind und welche geschützt bleiben sollten.

Das Stadtwachstum wird nicht nur auf den kommunalen Rahmen beschränkt betrachtet, sondern zunehmend auf regionaler Ebene. Insbesondere das schnell wachsende Tal des Guadalhorce mit den umliegenden Gemeinden Cártama, Pizarra, Alhaurín el Grande und Coín wird in die Planung einbezogen. Während das neue PGOM noch in Bearbeitung ist, gelten für laufende Bauprojekte weiterhin die Bestimmungen des bisherigen Plans, sofern sie mit diesem vereinbar sind.

Die Anpassung der Bauvorschriften in Málaga soll somit den Druck auf den Wohnungsmarkt mildern und gleichzeitig eine nachhaltige Stadtentwicklung fördern. Für die Bewohner der Stadt bedeutet dies, dass sie in Zukunft mit einem besseren Angebot an bezahlbaren Wohnungen rechnen können, während die Stadtverwaltung die Balance zwischen Wachstum und Erhalt der natürlichen Umgebung sucht.

Quelle: malagapress.com
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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