Immobilienpreise in Marbella: Durchschnittlicher Kaufpreis steigt auf 742.787 Euro
Marbella gehört weiterhin zu den teuersten Immobilienmärkten Spaniens. Im Jahr 2025 lag der durchschnittliche Kaufpreis einer verkauften Wohnimmobilie bei 742.787 Euro. Damit belegt die Stadt an der Costa del Sol den sechsten Platz unter den untersuchten spanischen Gemeinden mit mehr als 20.000 Einwohnern.
Das geht aus der Statistik „Indicadores Urbanos 2026“ hervor, die das spanische Statistikamt Instituto Nacional de Estadística (INE) am 21. Oktober 2026 veröffentlicht hat.
Während Marbella zu den teuersten Immobilienstandorten gehört, fällt eine andere Gemeinde der Costa del Sol durch ihre langfristige Preisentwicklung auf: In Torremolinos stieg der durchschnittliche Kaufpreis seit 2013 um 176,5 Prozent.
Das Wichtigste in Kürze
- Marbella: Durchschnittlicher Kaufpreis 2025 von 742.787 Euro
- Spanien-Ranking: Platz sechs unter den untersuchten Gemeinden mit mehr als 20.000 Einwohnern
- Vorjahr: 691.204 Euro im Jahr 2024
- Veränderung: Rund 7,5 Prozent höherer durchschnittlicher Kaufpreis als im Vorjahr
- Provinz Málaga: Marbella ist die einzige Gemeinde unter den 15 teuersten untersuchten Immobilienmärkten
- San Roque: Platz zehn mit durchschnittlich 605.337 Euro
- Torremolinos: Anstieg des durchschnittlichen Kaufpreises um 176,5 Prozent seit 2013
- Datenquelle: Instituto Nacional de Estadística, Indicadores Urbanos 2026
Marbella auf Platz sechs der teuersten Immobilienmärkte Spaniens
Die neue INE-Statistik zeigt deutliche Unterschiede zwischen den spanischen Immobilienmärkten.
Den höchsten durchschnittlichen Kaufpreis verzeichnete 2025 die Gemeinde Calvià auf Mallorca. Dort wurden Wohnimmobilien im Durchschnitt für 981.485 Euro verkauft.
Auf den nächsten Plätzen folgen Pozuelo de Alarcón bei Madrid und Santa Eulària des Riu auf Ibiza.
Marbella erreicht mit 742.787 Euro den sechsten Platz.
Die 15 teuersten untersuchten Gemeinden Spaniens
| Platz | Gemeinde | Durchschnittlicher Kaufpreis 2025 |
|---|---|---|
| 1 | Calvià (Mallorca) | 981.485 € |
| 2 | Pozuelo de Alarcón (Madrid) | 907.270 € |
| 3 | Santa Eulària des Riu (Ibiza) | 888.800 € |
| 4 | Sant Josep de sa Talaia (Ibiza) | 867.072 € |
| 5 | Boadilla del Monte (Madrid) | 821.952 € |
| 6 | Marbella (Málaga) | 742.787 € |
| 7 | Alcobendas (Madrid) | 703.369 € |
| 8 | Majadahonda (Madrid) | 668.481 € |
| 9 | Sant Cugat del Vallès (Barcelona) | 608.734 € |
| 10 | San Roque (Cádiz) | 605.337 € |
| 11 | Villanueva de la Cañada (Madrid) | 599.049 € |
| 12 | Torrelodones (Madrid) | 574.811 € |
| 13 | Las Rozas (Madrid) | 566.776 € |
| 14 | Jávea/Xàbia (Alicante) | 559.162 € |
| 15 | Villaviciosa de Odón (Madrid) | 556.396 € |
Quelle: INE, Indicadores Urbanos 2026. Untersucht wurden 432 Gemeinden mit mehr als 20.000 Einwohnern.
Damit liegen sieben der untersuchten Gemeinden bei einem durchschnittlichen Kaufpreis von mehr als 700.000 Euro.
Marbella ist die einzige Gemeinde aus der Provinz Málaga unter den ersten 15.
Marbella: Durchschnittlicher Kaufpreis innerhalb eines Jahres um 7,5 Prozent gestiegen
Der Vergleich mit dem Vorjahr zeigt, dass sich der durchschnittliche Kaufpreis in Marbella weiter erhöht hat.
| Jahr | Durchschnittlicher Kaufpreis |
|---|---|
| 2024 | 691.204 € |
| 2025 | 742.787 € |
| Differenz | +51.583 € |
| Veränderung | +7,5 % |
Der durchschnittliche Wert der verkauften Wohnimmobilien lag damit 2025 um 51.583 Euro höher als ein Jahr zuvor.
Allerdings ist dieser Vergleich mit Vorsicht zu interpretieren.
Die Statistik misst den durchschnittlichen Kaufpreis der tatsächlich verkauften Immobilien. Wenn in einem Jahr beispielsweise mehr große Villen oder besonders hochwertige Objekte verkauft werden, kann der Durchschnitt steigen, auch ohne dass jede einzelne Immobilie entsprechend teurer geworden ist.
Die Veränderung von 7,5 Prozent ist deshalb nicht mit einem allgemeinen Preisanstieg aller Wohnungen in Marbella gleichzusetzen.
Was bedeutet ein durchschnittlicher Kaufpreis von 742.787 Euro?
Die Zahl beschreibt den durchschnittlichen Wert der erfassten Immobilienverkäufe.
Sie bedeutet nicht, dass eine normale Wohnung in Marbella zwangsläufig mehr als 700.000 Euro kostet.
Der Immobilienmarkt der Gemeinde umfasst sehr unterschiedliche Objekte:
- Kleinere Wohnungen und Apartments
- Eigentumswohnungen in Wohnanlagen
- Reihenhäuser und Einfamilienhäuser
- Hochwertige Villen
- Luxusimmobilien in besonders gefragten Lagen
Vor allem hochpreisige Verkäufe können den Durchschnitt deutlich nach oben verschieben.
Für Käufer ist deshalb entscheidend, welche Art von Immobilie gesucht wird, in welchem Stadtteil sie liegt und wie groß sie ist.
Ein durchschnittlicher Kaufpreis pro Objekt lässt sich außerdem nicht direkt mit dem Quadratmeterpreis vergleichen, den Immobilienportale häufig veröffentlichen.
San Roque gehört ebenfalls zu Spaniens teuersten Immobilienstandorten
Nicht nur Marbella ist in der nationalen Rangliste vertreten.
Auch San Roque in der Nachbarprovinz Cádiz zählt zu den teuersten untersuchten Gemeinden Spaniens.
Mit einem durchschnittlichen Kaufpreis von 605.337 Euro erreicht San Roque den zehnten Platz.
Zur Gemeinde gehört unter anderem Sotogrande, ein bekannter Standort für hochwertige Wohnimmobilien.
Damit sind zwei Gemeinden aus dem westlichen Küstenraum der Provinzen Málaga und Cádiz unter den zehn teuersten untersuchten Immobilienmärkten Spaniens vertreten.
Der Vergleich zeigt, dass sich hochpreisige Immobilienmärkte nicht ausschließlich auf Marbella konzentrieren.
Torremolinos: Immobilienpreise seit 2013 um 176,5 Prozent gestiegen
Während Marbella durch das hohe absolute Preisniveau auffällt, gehört Torremolinos zu den Gemeinden mit den stärksten langfristigen Veränderungen.
Nach Angaben des INE lag der durchschnittliche Kaufpreis 2025 in Torremolinos um 176,5 Prozent über dem Niveau von 2013.
Das bedeutet: Ein rechnerischer Ausgangswert von 100.000 Euro im Jahr 2013 entspricht bei dieser prozentualen Veränderung einem Wert von 276.500 Euro im Jahr 2025.
Dabei handelt es sich lediglich um ein Rechenbeispiel, nicht um den tatsächlichen durchschnittlichen Kaufpreis in Torremolinos.
Die drei stärksten Anstiege seit 2013
| Gemeinde | Veränderung 2013–2025 |
|---|---|
| Tías (Lanzarote) | +180,6 % |
| Marratxí (Mallorca) | +179,6 % |
| Torremolinos (Málaga) | +176,5 % |
Torremolinos belegt damit den dritten Platz unter den untersuchten Gemeinden mit den stärksten Anstiegen des durchschnittlichen Verkaufspreises.
Das Jahr 2013 wurde als Vergleichspunkt gewählt, weil die Immobilienpreise nach der spanischen Immobilienkrise damals besonders niedrig lagen.
Auch diese Entwicklung darf nicht als exakte Wertsteigerung jeder einzelnen Immobilie verstanden werden.
Wie aussagekräftig sind die INE-Daten für Immobilienkäufer?
Die INE-Statistik bietet einen wichtigen Vorteil gegenüber vielen Immobilienportalen: Sie betrachtet die Preise tatsächlich abgeschlossener Verkäufe.
Angebotspreise können dagegen über dem Betrag liegen, den Käufer am Ende bezahlen.
Allerdings hat auch der durchschnittliche Verkaufspreis Grenzen.
Er zeigt nicht, wie teuer eine Wohnung mit bestimmter Größe und Ausstattung in einem konkreten Stadtteil ist.
Außerdem kann sich die Zusammensetzung der verkauften Immobilien von Jahr zu Jahr verändern.
Wer in Marbella oder einer anderen Gemeinde der Costa del Sol kaufen möchte, sollte deshalb mehrere Informationen miteinander vergleichen:
- Tatsächliche Verkaufspreise und aktuelle Angebotspreise
- Quadratmeterpreise vergleichbarer Objekte
- Zustand und Lage der Immobilie
- Kaufnebenkosten und gegebenenfalls Renovierungsbedarf
Die nationale Rangliste eignet sich vor allem dazu, die Preisunterschiede zwischen Gemeinden sichtbar zu machen.
Für die Bewertung einer konkreten Immobilie reicht sie allein nicht aus.
Unsere Einordnung: Marbella bleibt ein hochpreisiger Markt – Torremolinos zeigt die langfristige Entwicklung
Die neuen INE-Daten verdeutlichen zwei unterschiedliche Entwicklungen an der Costa del Sol.
In Marbella liegt der durchschnittliche Kaufpreis inzwischen bei knapp drei Vierteln einer Million Euro. Das zeigt, wie stark hochwertige Immobilien den Markt der Gemeinde prägen.
Torremolinos fällt dagegen durch den langfristigen Anstieg seit 2013 auf. Dort hat sich der durchschnittliche Verkaufspreis innerhalb von zwölf Jahren rechnerisch fast verdreifacht.
Für Menschen, die dauerhaft an der Costa del Sol leben möchten, sind beide Entwicklungen relevant.
Ein hohes Preisniveau kann den Erwerb von Wohneigentum erschweren. Gleichzeitig bedeutet ein steigender durchschnittlicher Kaufpreis nicht automatisch, dass sämtliche Wohnlagen und Immobilientypen im gleichen Umfang teurer geworden sind.
Gerade bei Marbella ist eine differenzierte Betrachtung notwendig. Eine kleine Wohnung und eine Luxusvilla gehören zwar zum selben kommunalen Immobilienmarkt, bedienen aber völlig unterschiedliche Käufergruppen.
Die Zahlen zeigen auch nicht unmittelbar, wie sich die Mietpreise oder die finanzielle Belastung der örtlichen Bevölkerung entwickelt haben. Dafür wären zusätzliche Daten über Einkommen, Mieten und Wohnungsangebot erforderlich.
Für Kaufinteressenten ist die Statistik deshalb eine Orientierung über das regionale Preisniveau, aber keine Grundlage, um den angemessenen Kaufpreis einer einzelnen Immobilie festzulegen.
Quellen:
- Instituto Nacional de Estadística (INE), Indicadores Urbanos 2026, veröffentlicht am 21. Oktober 2026
- INE, Indicadores Urbanos 2025, Vorjahresdaten
- Área Costa del Sol, 21. Oktober 2026
Offizielle INE-Veröffentlichung 2026

