Im Torremolinoser Stadtteil El Calvario haben sich in der Nacht von Sonntag auf Montag erneut kleinere Brände in den Ruinen des ehemaligen Kinder- und Jugendheims Virgen de la Esperanza ereignet. Die verlassenen Gebäude, die seit November 2023 geschlossen sind und im April 2026 an die Stadtverwaltung übergeben wurden, stehen seit Jahren im Fokus von Anwohnerbeschwerden. Diese berichten von wiederkehrenden Brandversuchen, lauten Auseinandersetzungen und nächtlichem Lärm in dem Areal, das bislang ungenutzt bleibt.
Das ehemalige Heim, das vorher unter der Verwaltung der Junta de Andalucía stand, umfasst neben dem Hauptgebäude auch mehrere unvollendete Bauwerke, die vor etwa 20 Jahren für eine Erweiterung errichtet, jedoch nie fertiggestellt wurden. Diese sollen im Rahmen eines geplanten Abrisses entfernt werden, um Platz auf dem insgesamt über 15.000 Quadratmeter großen Grundstück zu schaffen.
Die Stadtverwaltung bestätigt, dass die jüngsten Feuer durch trockenes Gestrüpp ausgelöst wurden und keine größeren Schäden entstanden sind. Die Feuerwehr konnte die Brände schnell löschen. Dennoch fordern die Anwohner eine verstärkte Überwachung des Geländes, das sie als Gefahrenquelle und „Brennpunkt für Besetzungen“ beschreiben.
Für den geplanten Abriss der unvollendeten Gebäude stehen nahezu 600.000 Euro im Haushalt bereit. Das Verfahren zur Vergabe der Bauleistungen läuft noch und endet am Mittwoch, dem 16. September.
Das Hauptgebäude soll erhalten und in den kommenden Jahren zu einer „großen sozialen Einheit“ umgestaltet werden. Dazu gehört auch die Errichtung einer neuen Dienststelle des Servicio Andaluz de Empleo (SAE) auf einem separaten Teilstück von rund 1.613 Quadratmetern. Die zuständigen Stellen haben bereits mit den technischen Vorbereitungen für die Integration des SAE in das Sanierungsprojekt begonnen, das die gesamte Umgebung nachhaltig aufwerten soll.
Für die Anwohner bedeutet dies, dass die unübersichtliche und unsichere Situation auf dem Gelände mittelfristig beendet werden könnte, sobald die Abrissarbeiten starten und die geplanten Neubauten realisiert werden. Bis dahin bleibt die Forderung nach erhöhter Präsenz von Sicherheitskräften und präventiven Maßnahmen gegen weitere Brände und illegale Besetzungen aktuell.
Quelle: andaluciainformacion.es
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