Polizei auf der Costa del Sol: Sichtbarkeit der Policía Local in Fuengirola und Marbella rückläufig

Polizei auf der Costa del Sol: Sichtbarkeit der Policía Local in Fuengirola und Marbella rückläufig

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Von Thomas John - Redaktion Costa del Sol Nachrichten

13 August, 2026

In Fuengirola und Marbella haben sich zahlreiche Anwohner besorgt darüber geäußert, dass die Präsenz der Policía Local in den Straßen deutlich abgenommen hat. Während früher regelmäßig Beamte in Paaren auf den Straßen patrouillierten und an Straßenecken sichtbar waren, werden sie heute kaum noch wahrgenommen. Diese Einschätzung teilen Bewohner beider Städte an der Costa del Sol.

Die Sorge der Einwohner richtet sich weniger auf schwere Straftaten, sondern auf eine nachlassende Kontrolle von kleineren Verstößen und lokalen Vorschriften. Themen wie das Tragen von Badekleidung außerhalb der Strände, Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit oder die Nutzung von Elektrorollern werden als Beispiele genannt, bei denen eine geringere Polizeipräsenz zu einer vermehrten Missachtung der Regeln führen könnte. Die sichtbare Polizeipräsenz wurde von den Anwohnern früher als präventive Maßnahme gegen kleinere Gesetzesverstöße empfunden.

Offizielle Zahlen zeichnen jedoch ein anderes Bild: Die Stadtverwaltung von Fuengirola vermeldete im Mai, dass die Policía Local derzeit über 146 Beamte verfügt, zusätzlich befinden sich zwölf Nachwuchskräfte in der Ausbildung, und es wurden acht weitere Stellen genehmigt. Auch Marbella baut seine Polizeikräfte aus und hat im Februar die Schaffung von etwa 30 neuen Stellen angekündigt; im Mai begannen dort 25 neue Polizeischüler ihre Ausbildung.

Das Problem scheint daher nicht in der Anzahl der eingestellten Polizisten zu liegen, sondern in der tatsächlichen Verfügbarkeit dieser Kräfte für sichtbare Fußstreifen in den Vierteln. Für die Bevölkerung ist die Wahrnehmung von Polizeipräsenz entscheidend – das heißt, Beamte, die in den Straßen unterwegs sind, mit Ladeninhabern sprechen, öffentliche Plätze überwachen und kleinere Ordnungswidrigkeiten ahnden.

Neben der allgemeinen Polizeipräsenz ist die Kontrolle von persönlichen Elektromobilitätsfahrzeugen ein aktueller Schwerpunkt. Nach Einführung strengerer nationaler Vorschriften, etwa zum Tragen von Helmen und zur Versicherungspflicht, berichten Einwohner von vermehrten Kontrollen durch die Polizei in Fuengirola. Auch die Stadt investiert in neue Streifenwagen, um die Polizeiflotte zu modernisieren.

Die sommerliche Hochsaison bringt zudem Herausforderungen mit sich. Im Rahmen einer landesweiten Sicherheitsoperation wurden für die Provinz Málaga 409 zusätzliche Nationalpolizisten und Guardia-Civil-Beamte bereitgestellt, davon 54 für Marbella und 25 für Fuengirola. Diese Verstärkungen betreffen jedoch nicht die lokale Policía Local und deren Fußstreifen, sondern sind für größere Einsätze, Verkehrsüberwachung und Notfälle vorgesehen.

Bewohner erinnern sich daran, dass die sichtbare Präsenz der Polizei in der Vergangenheit ein Gefühl der Sicherheit vermittelte, da die Beamten als vertraute Figuren im Viertel wahrgenommen wurden. Die aktuelle Kritik richtet sich daher auch an die Kommunalverwaltungen, die trotz steigender Polizeistellen nicht für eine bessere Sichtbarkeit der Polizei sorgen.

Die Situation wirft die Frage auf, ob eine höhere Zahl an Polizeikräften automatisch zu mehr Präsenz in den Nachbarschaften führt. Die Stadtverwaltungen von Fuengirola und Marbella setzen zwar auf Personalaufstockungen, stehen jedoch vor der Herausforderung, diese Ressourcen auch für die für die Bevölkerung spürbare Präsenz einzusetzen. Für die Bürger bleibt die Forderung bestehen, dass die Polizei nicht nur auf dem Papier wächst, sondern auch tatsächlich sichtbar in den Straßen präsent ist.

Quelle: euroweeklynews.com
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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