Stromdiebstahl in Malaga: Cannabisplantagen verursachen enorme Belastungen für das Stromnetz

Stromdiebstahl in Malaga: Cannabisplantagen verursachen enorme Belastungen für das Stromnetz

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Von Thomas John - Redaktion Costa del Sol Nachrichten

16 August, 2026

Der Energieversorger Endesa hat in der Provinz Malaga in der ersten Jahreshälfte 2024 insgesamt 2.517 Ermittlungen wegen Stromdiebstahls eingeleitet. Die entwendete Strommenge beläuft sich auf 21,3 Millionen Kilowattstunden, was dem durchschnittlichen Energieverbrauch von etwa 73.500 Haushalten für einen Monat entspricht. Besonders problematisch sind dabei illegale Stromanschlüsse, die häufig mit dem Betrieb von Cannabisplantagen in Verbindung stehen.

Allein 29 dieser Ermittlungen betreffen Cannabisfarmen, die in sechs Monaten mehr als drei Millionen Kilowattstunden stahlen – genug, um den Bedarf von über 10.000 Haushalten zu decken. Diese 29 Fälle machen 14 Prozent der gesamten in Malaga entwendeten Energie aus. Die illegalen Plantagen verursachen eine enorme Überlastung des Stromnetzes, da allein eine einzelne Cannabisfarm so viel Strom verbrauchen kann wie 80 Haushalte gleichzeitig rund um die Uhr.

Die Überlastung führt nicht nur zu Versorgungsproblemen, sondern stellt auch eine ernste Gefahr für die Sicherheit der Strominfrastruktur und der Anwohner dar. In Malaga Stadt, wo das Problem besonders ausgeprägt ist, wurden in den ersten sechs Monaten 686 Stromdiebstähle registriert, die 4,8 Millionen Kilowattstunden betrafen. Sechs davon waren auf Cannabisplantagen zurückzuführen, mit einem Diebstahl von 400.000 Kilowattstunden. Auch Marbella und Vélez-Málaga sind betroffen, mit 171 beziehungsweise 154 Fällen.

Im Juli 2024 führte Endesa gemeinsam mit der Nationalpolizei eine Großrazzia im Stadtteil La Palmilla durch, bei der die Stromversorgung von 450 Haushalten unterbrochen wurde, da rund 80 Prozent der dortigen illegalen Anschlüsse entdeckt wurden. Solche Einsätze zeigen Wirkung: Nach Polizeiaktionen sinkt der Stromverbrauch der illegalen Plantagen deutlich, wie eine Aktion in Andalusien mit der Zerschlagung von 40 Plantagen und der Beschlagnahme von über 5.000 Pflanzen verdeutlicht.

Endesa arbeitet eng mit staatlichen Sicherheitsbehörden zusammen, um die illegale Stromnutzung zu bekämpfen. Das Unternehmen investiert zudem in den Ausbau und die Modernisierung der Strominfrastruktur, etwa durch den Bau neuer Umspannwerke und die Erneuerung von Leitungen. In besonders belasteten Gebieten wurde die Stromversorgung sogar verdreifacht, um die Belastung des Netzes abzufedern. Allerdings zeigt sich, dass das Problem nur dann nachhaltig gelöst werden kann, wenn die illegalen Anlagen nicht nur vom Stromnetz getrennt, sondern auch vollständig entfernt werden.

Für die Einwohner und Urlauber der Costa del Sol bedeutet dies, dass die Stromversorgung langfristig stabilisiert werden soll, auch wenn kurzfristig durch Einsätze und Infrastrukturmaßnahmen Einschränkungen auftreten können. Die Bekämpfung des Stromdiebstahls trägt dazu bei, die Sicherheit im Netz zu erhöhen und die Qualität der Stromversorgung zu verbessern. Die Zusammenarbeit zwischen Endesa und den Behörden wird voraussichtlich auch in den kommenden Monaten intensiv fortgesetzt, um weitere illegale Anlagen aufzudecken und zu beseitigen.

Quelle: surinenglish.com
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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