In Barcelona sind zwei Männer festgenommen worden, die im Verdacht stehen, einen jemenitischen Staatsangehörigen in Torrox entführt, gefoltert und beraubt zu haben. Das Opfer erlitt bei dem Angriff im Mai schwere Gesichtsverletzungen und musste in Krankenhäusern in Vélez-Málaga und Málaga behandelt werden. Ein dritter Tatverdächtiger wird weiterhin gesucht, während die Guardia Civil die Ermittlungen fortsetzt.
Nach Angaben der Ermittler fand die Tat in der Küstenregion von Torrox statt. Drei Männer zwangen das Opfer, in ein Fahrzeug zu steigen, und brachten es in eine abgelegene ländliche Gegend namens Pago de la Dehesa. Dort hielten sie den Mann gegen seinen Willen fest, bedrohten ihn mit einer Schusswaffe und führten einen brutalen Angriff durch, bevor sie eine größere Summe Bargeld stahlen. Anschließend ließen die Täter das Opfer in der Isolation zurück, von wo aus dieser zu Fuß eine nahegelegene Tankstelle erreichte, um Hilfe zu holen.
Die Tat wurde durch eine Alarmierung an die Guardia Civil bekannt, die bei ihrem Eintreffen eine schwer verletzte Person vorfanden. Das Opfer wurde zunächst ins Krankenhaus von Vélez-Málaga gebracht und später zur weiteren Behandlung in das Universitätskrankenhaus Málaga verlegt. Die Identifizierung der Täter gelang unter anderem durch die Spurensicherung am genutzten Fahrzeug. Die beiden in Barcelona verhafteten Männer wurden wegen Freiheitsberaubung, Bedrohung mit einer Schusswaffe, Raub und schwerer Körperverletzung vor Gericht gestellt.
Der dritte mutmaßliche Täter ist weiterhin flüchtig. Die Polizei hat keine Angaben zu dessen Identität, Nationalität oder dem genauen Aufenthaltsort gemacht. Auch die genaue Höhe des entwendeten Bargeldes bleibt unbekannt. Die Ermittlungen dauern an, und es wird nach wie vor nach dem dritten Verdächtigen gefahndet.
Dieser Fall reiht sich in eine Serie schwerer Entführungen in der Region Torrox ein. Im April 2023 wurde ein ähnlicher Fall bekannt, bei dem ein nordafrikanischer Mann elf Tage lang gefangen gehalten, gefoltert und mit einer Lösegeldforderung von 1,4 Millionen Euro erpresst wurde. In diesem Zusammenhang wurden zwei französische Männer festgenommen, die mit einem Drogenhintergrund in Verbindung gebracht werden.
Die aktuellen Entwicklungen verdeutlichen die Herausforderungen bei der Gewährleistung der Sicherheit an der Costa del Sol, insbesondere in touristisch stark frequentierten Gebieten wie Torrox. Die Guardia Civil und weitere Polizeikräfte setzen ihre Ermittlungen fort, um die Täter vollständig zu fassen und die Hintergründe aufzuklären. Einwohner wie Besucher der Costa del Sol können weiterhin mit einem erhöhten Polizeipräsenz rechnen, während die Suche nach dem dritten Täter läuft.
Quelle: surinenglish.com
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