61 Tiere in Vélez-Málaga unter katastrophalen Bedingungen gerettet

61 Tiere in Vélez-Málaga unter katastrophalen Bedingungen gerettet

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Von Thomas John - Redaktion Costa del Sol Nachrichten

27 Oktober, 2026

Vélez-Málaga: Polizei rettet 61 Hunde und Katzen – Tiere suchen ein neues Zuhause

Die spanische Nationalpolizei hat in Vélez-Málaga 29 Hunde und 32 Katzen aus einer Wohnung befreit, in der sie unter extrem unhygienischen Bedingungen gehalten wurden. Mehrere Tiere waren schwer krank, einige starben trotz tierärztlicher Behandlung. Eine 53-jährige Frau wurde wegen des Verdachts auf fortgesetzte Tierquälerei festgenommen. Für die überlebenden Tiere werden nun neue Besitzer gesucht. Nach Angaben der Polizei ist die Adoption kostenlos.

Das Wichtigste in Kürze

  • 61 Tiere gerettet: 29 Hunde und 32 Katzen.
  • Ort: Eine Wohnung in Vélez-Málaga in der Provinz Málaga.
  • Festnahme: Eine 53-jährige Frau steht im Verdacht, die Tiere über längere Zeit vernachlässigt zu haben.
  • Haltungsbedingungen: Starke Verschmutzung, fehlende Versorgung und teilweise Unterbringung in dunklen Küchenschränken.
  • Gesundheitszustand: Unterernährung, Dehydrierung und verschiedene schwere Erkrankungen.
  • Todesfälle: Mehrere Tiere überlebten trotz tierärztlicher Hilfe nicht.
  • Adoption: Für geeignete Interessenten kostenlos.
  • Kontakt: Telefon 952 97 16 63.

Nachbarn machten die Polizei auf die Wohnung aufmerksam

Die Ermittlungen begannen nach Beschwerden von Anwohnern. Diese hatten wiederholt lautes Bellen und Miauen sowie einen starken unangenehmen Geruch aus einer Wohnung in Vélez-Málaga gemeldet.

Die örtliche Kriminalpolizei der Nationalpolizei leitete daraufhin Ermittlungen ein.

Bei der anschließenden Durchsuchung fanden die Beamten insgesamt 61 Tiere in verschiedenen Räumen der Wohnung.

Unter ihnen befanden sich 29 Hunde und 32 Katzen.

Nach Angaben der Polizei herrschten in der Wohnung extreme hygienische Missstände. Mehrere Tiere waren auf engem Raum untergebracht, einige sogar in geschlossenen Küchenschränken ohne Tageslicht.

Die Ermittler gehen davon aus, dass die Tiere über einen längeren Zeitraum nicht ausreichend versorgt worden waren.

Viele Hunde und Katzen waren schwer krank

Die geretteten Tiere befanden sich teilweise in einem schlechten gesundheitlichen Zustand.

Nach Angaben der Polizei wurden unter anderem folgende Beschwerden und Erkrankungen festgestellt:

  • Schwere Unterernährung und Dehydrierung.
  • Blutige Durchfälle.
  • Haarausfall und Hauterkrankungen.
  • Augenprobleme bis hin zur vollständigen Erblindung eines Katers.
  • Leishmaniose, eine durch Sandmücken übertragene parasitäre Erkrankung.
  • Parvovirose, eine hoch ansteckende Viruserkrankung, die insbesondere für Hunde gefährlich sein kann.
  • Giardiasis, eine durch Darmparasiten verursachte Infektion.
  • Räude beziehungsweise Milbenbefall.

Nicht alle Tiere waren von denselben Erkrankungen betroffen.

Mehrere Hunde mussten in Tierkliniken stationär aufgenommen werden. Sie erhielten unter anderem unterstützte Ernährung und intensive medizinische Behandlung.

Trotz dieser Maßnahmen starben mehrere Tiere.

Die Polizei berichtete außerdem von weiteren Ansteckungen durch einen aggressiven Parvovirus-Ausbruch.

53-jährige Frau wegen Verdachts auf Tierquälerei festgenommen

Im Zusammenhang mit der Rettungsaktion nahm die Nationalpolizei eine 53-jährige Frau fest.

Sie steht im Verdacht, über einen längeren Zeitraum Tiere aufgenommen und unter ungeeigneten Bedingungen gehalten zu haben.

Nach bisherigen Erkenntnissen sammelte die Frau Hunde und Katzen von der Straße auf. Darunter sollen sich sowohl ausgesetzte als auch möglicherweise entlaufene Tiere befunden haben.

Einige der Tiere trugen Mikrochips.

Die Wohnung gehört nach Angaben der Ermittler der über 80-jährigen Mutter der Verdächtigen.

Die Polizei prüft den Verdacht eines fortgesetzten Verstoßes gegen das Tierschutzstrafrecht.

Dabei werden auch mögliche straferschwerende Umstände untersucht, insbesondere das Leiden der Tiere und die eingetretenen Todesfälle.

Ob und in welchem Umfang die Beschuldigte strafrechtlich verantwortlich ist, muss das zuständige Gericht klären.

Polizei prüft mögliche zwanghafte Tieransammlung

In der Berichterstattung wird auch ein möglicher Fall des sogenannten Noé-Syndroms erwähnt.

Damit wird ein Verhalten bezeichnet, bei dem Menschen eine große Zahl von Tieren aufnehmen, obwohl sie deren Versorgung nicht mehr gewährleisten können.

Die Polizei hat diese Möglichkeit im Zusammenhang mit den Ermittlungen angesprochen.

Eine gesicherte medizinische Diagnose der festgenommenen Frau ist jedoch nicht bekannt.

Für das Strafverfahren ist entscheidend, unter welchen Bedingungen die Tiere gehalten wurden und welche Handlungen oder Unterlassungen der Beschuldigten nachgewiesen werden können.

Gerettete Tiere werden in Tierheimen versorgt

Die überlebenden Hunde und Katzen wurden in die Obhut verschiedener Tierheime und Tierschutzeinrichtungen in der Provinz Málaga gegeben.

Dort werden sie versorgt und können, soweit ihr Gesundheitszustand und ihre rechtliche Situation es erlauben, an neue Halter vermittelt werden.

Die Nationalpolizei hat die Bevölkerung ausdrücklich um Unterstützung bei der Suche nach geeigneten Adoptivfamilien gebeten.

Besonders für die Katzen werden Interessenten gesucht. Nach Angaben der Polizei ist es für sie häufig schwieriger, einen neuen Platz zu finden als für Hunde.

Die Stadtverwaltung von Vélez-Málaga beteiligte sich an der Rettungsaktion und übernahm die Kosten der dringenden tierärztlichen Versorgung der Katzen.

So können Interessenten einen Hund oder eine Katze adoptieren

Wer einem der geretteten Tiere ein neues Zuhause geben möchte, kann sich unter der von der Polizei veröffentlichten Telefonnummer informieren.

Kontakt für die Tiervermittlung

  • Telefon: 952 97 16 63
  • Einrichtung: Centro Zoosanitario / Don Animal
  • E-Mail: info@donanimal.com
  • Standort: Arroyo Granadillas, Finca El Olivar, Rincón de la Victoria

Die Stadtverwaltung nennt für die Einrichtung folgende Kontaktzeiten:

Tag Uhrzeit
Montag bis Freitag 9:00–14:00 und 16:30–20:00 Uhr
Samstag 9:00–14:00 Uhr

Offizielle Tiervermittlung der Stadt Vélez-Málaga

Die Polizei hat mitgeteilt, dass die Adoption der geretteten Tiere kostenlos angeboten wird.

Interessenten sollten telefonisch erfragen, welche Hunde oder Katzen bereits vermittelt werden können, welche medizinischen Behandlungen noch erforderlich sind und welche Unterlagen für eine Adoption benötigt werden.

Nicht jedes Tier muss sofort zur Vermittlung bereitstehen. Einige benötigen möglicherweise noch Zeit für die gesundheitliche Erholung.

Was sollten zukünftige Tierhalter beachten?

Wer einen der geretteten Hunde oder eine Katze aufnehmen möchte, sollte sich über die gesundheitliche Vorgeschichte des Tieres informieren.

Insbesondere nach schweren Infektionen oder längerer Vernachlässigung kann eine weitere tierärztliche Betreuung notwendig sein.

Auch die Eingewöhnung in ein neues Zuhause kann Geduld erfordern.

Vor der Adoption ist es deshalb sinnvoll, mit der vermittelnden Einrichtung zu klären, ob das Tier mit anderen Haustieren zusammenleben kann, welche Impfungen und Untersuchungen bereits durchgeführt wurden und ob eine weitere Behandlung geplant ist.

Die kostenlose Adoption bedeutet nicht, dass später keine Kosten für Futter, Medikamente, Tierarztbesuche und die allgemeine Haltung entstehen.

Unsere Einordnung: Hinweise von Nachbarn waren entscheidend

Der Fall zeigt, wie wichtig Hinweise aus der Nachbarschaft bei möglicher Tiervernachlässigung sein können.

Erst die Beschwerden über anhaltende Tiergeräusche und den starken Geruch führten zu den polizeilichen Ermittlungen.

Dabei wurde eine Situation entdeckt, in der zahlreiche Tiere dringend medizinische Hilfe benötigten.

Für die überlebenden Hunde und Katzen beginnt nun eine zweite Phase: Nach der Rettung müssen sie gesundheitlich stabilisiert und in geeignete Haushalte vermittelt werden.

Die kostenlose Adoption kann dabei helfen, die Suche nach neuen Haltern zu erleichtern.

Entscheidend ist jedoch, dass die Tiere dauerhaft angemessen versorgt werden können.

Wer den Verdacht hat, dass Tiere misshandelt oder schwer vernachlässigt werden, sollte die zuständigen Behörden informieren, statt selbst eine Wohnung oder ein Grundstück zu betreten.

Quellen:

  • Policía Nacional, Angaben zur Rettungsaktion vom 26. Oktober 2026.
  • Andalucía Información, 27. Oktober 2026.
  • Ayuntamiento de Vélez-Málaga, städtischer Tiervermittlungsdienst.

Originalbericht bei Andalucía Información

Offizielle Informationen zur Tieradoption in Vélez-Málaga

Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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