Das Hospital Clínico Universitario Virgen de la Victoria in Málaga setzt einen Schwerpunkt auf die Suizidprävention und veranstaltet am 10. September eine ganztägige Fachveranstaltung unter dem Motto „Sprechen kann Leben verändern“. Die Initiative findet anlässlich des Welt-Suizidpräventionstags statt und richtet sich an medizinisches Fachpersonal sowie Institutionen, um die Bedeutung der frühzeitigen Erkennung und Begleitung suizidgefährdeter Menschen hervorzuheben. Die Veranstaltung soll insbesondere Stigmata abbauen und einen Raum für offene Reflexion bieten.
Die Organisation liegt bei der klinischen Leitung der Abteilung für Psychische Gesundheit des Krankenhauses. In verschiedenen Vorträgen werden unterschiedliche Aspekte der Suizidprävention beleuchtet. So spricht der klinische Psychologe der Gemeinschaftlichen Psychischen Gesundheitseinheit Benalmádena, David Seguí Durán, über die „Jugendkrise in einer krisenhaften Gesellschaft“. Anschließend widmen sich die Psychiaterinnen Rosario Durán García und Blanca Molina Peláez dem Thema „Zwischen Ideal und Realität: Suizid und Mutterschaft“. Die Sozialarbeiterin Remedios Sánchez Navarro aus Puerta Blanca erläutert die „Bedeutung sozialer Determinanten bei der Suizidprävention“. Zudem stellt die Fachkrankenschwester für Psychische Gesundheit Dolores Gómez García aus Benalmádena die Umsetzung der „Leitlinie zur Suizidprävention in stationären Einheiten“ vor und berichtet von Erfahrungen mit dem Pflegeprogramm BPSO.
Mit dieser Fortbildung bekräftigt das Hospital Clínico Virgen de la Victoria sein Engagement für die Andalusische Strategie zur psychischen Gesundheit. Es fördert die multidisziplinäre Zusammenarbeit seiner Einheiten und schafft ein aktives Zuhörangebot für Betroffene und deren Angehörige.
Parallel zur Veranstaltung wurde im Krankenhaus das regionale Programm „ContSui“ etabliert, das im Rahmen des Strategischen Plans für psychische Gesundheit und Suchtmittelabhängigkeit in Andalusien (PESMAA) seit März in Betrieb ist. Dieses Protokoll sorgt für eine schnelle Erkennung suizidaler Verhaltensweisen in der Notaufnahme und garantiert eine zügige, kontinuierliche Versorgung der besonders gefährdeten Patientengruppen.
Das Programm deckt über 1,2 Millionen Einwohner ab. Spezialisierte Pflegekräfte im Bereich Psychische Gesundheit übernehmen nach ärztlicher Konsultation eine proaktive Nachsorge und koordinieren die Betreuung mit der Primärversorgung. So wird eine sichere und kontinuierliche Behandlung gewährleistet, die den Patienten und ihren Familien zugutekommt.
Durch diese Maßnahmen stärkt das Hospital Clínico die Versorgungssicherheit für Menschen mit psychischen Krisen in der Region Málaga und setzt wichtige Impulse für die Prävention von Suizid. Die Veranstaltung am 10. September bietet Fachkräften und Institutionen eine Plattform, um Wissen auszutauschen und gemeinsam Strategien gegen suizidales Verhalten zu entwickeln.
Quelle: andaluciainformacion.es
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