In der Provinz Málaga sind mehr als 5.700 Ärzte des öffentlichen Gesundheitswesens zu einem unbefristeten Streik aufgerufen, der am 28. Oktober beginnt. Die Ankündigung erfolgte durch den Sindicato Médico Andaluz (SMA) und weitere medizinische Gewerkschaften als Reaktion auf den neuen Entwurf des Estatuto Marco, der vom spanischen Ministerrat am 1. September verabschiedet und dem Parlament zur endgültigen Verabschiedung vorgelegt wurde.
Der Streitpunkt liegt insbesondere in den Regelungen zur maximalen Wochenarbeitszeit von 45 Stunden und Bereitschaftsdiensten von bis zu 17 Stunden, die die Mediziner als unzureichend und weit entfernt von ihren langjährigen Forderungen betrachten. Diese Arbeitsbedingungen werden von den Ärzten als nicht akzeptabel angesehen, weshalb sie sich zu dieser gemeinsamen Aktion entschlossen haben.
Die Vorbereitungen für den Streik begannen bereits Anfang September: Am 2. September beschloss der Streikausschuss mit Beteiligung des SMA, einen unbefristeten Ausstand im Oktober vorzubereiten. Kurz darauf, am 8. September, reichte die Confederación Estatal de Sindicatos Médicos (CESM) formell eine Streikankündigung ein. Weitere medizinische Organisationen schlossen sich an, sodass am 10. September eine gemeinsame Mobilisierung vereinbart wurde.
In Málaga betrifft der Streik alle Ärzte, die in Krankenhäusern, Gesundheitszentren und Notfalldiensten des öffentlichen Gesundheitssystems tätig sind. Wie viele der Mediziner tatsächlich an dem Ausstand teilnehmen werden und welche Mindestdienste die Verwaltung festlegt, wird entscheidend dafür sein, wie stark die Versorgung der Patienten beeinträchtigt wird.
Die Ankündigung des Streiks ist ein deutliches Signal der Ärztinnen und Ärzte, dass sie die geplanten gesetzlichen Änderungen nicht akzeptieren. Für die Bevölkerung in Málaga und der gesamten Costa del Sol ist mit erheblichen Einschränkungen in der medizinischen Versorgung zu rechnen, sobald der Streik beginnt. Die nächsten Wochen werden zeigen, wie sich die Situation weiterentwickelt und ob es noch zu Verhandlungen oder Änderungen am Gesetzesentwurf kommt.
Quelle: malagapress.com
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